
Fangen wir mal direkt mit dem Fazit an: Es war schön, aber länger als 3 Tage brauchen WIR es nicht 😎
Nach mehr als 4 Wochen durch Deutschland, Österreich und Slowenien peilen wir die italienische Adriaküste an. 4 Wochen, in denen wir immer auf kleinen familiären Campingplätzen waren. Und bei Ankunft in Sistiana merken wir sofort, hier weht der Wind anders. Die Meeresbrise entgegnet einem sachlich und kühl, es wird vorschriftsmäßig erstmal Temperatur gemessen, eine COVID-19 Liste runtergeleiert, der Ausweis einbehalten und der Ton ist zwar freundlich, aber gleichzeitig bestimmend 🤔 Den Platz dürfen wir selber aussuchen, da haben wir dann auch einen super Platz, schön schattig unter Bäumen, ergattert 😀 Nachdem wir alles aufgebaut und installiert haben – für uns bedeutet das: Stühle und Hängematte, Tisch, Gas und Strom – können wir erstmal einen Kaffee genießen 😊 und beobachten wie die anderen neuen Wohnmobilgäste die nächsten 2 Stunden aufbauen und installieren. Immer wieder schön zu sehen, was man alles braucht auf dem Campingplatz 😁 Gleichzeitig entstehen so die ersten Kontakte und man weiß schon sehr schnell, dass der eine Nachbar ab diesem Tag seinen ersten Rententag genießt oder ein anderer ganz großzügig meint, während wir unseren Tisch in den Schatten stellen, wir könnten den gerne stehen lassen 😁 er stört nicht 😂 Nach dem Käffchen dann mal zu Fuß die Gegend erkunden.
Wir machen einen kleinen Spaziergang und stellen fest, dass wir direkt am Klaus-Maria-Rilke-Wanderweg wohnen. Einen Weg, den er immer genutzt hat, um zu der nächsten Burg zu kommen, die dem Geschlecht von Thurn und Taxis gehörte. Wie wir später feststellen, Xavier Nadoo, war zur Inspiration bestimmt auch mal da 😇

Direkt neben dem Campingplatz ist das Tourismusbüro und direkt dahinter führt ein Pfad runter zum Meer. Auf den ersten Blick sieht der Weg aus, als ob man ihn nicht mehr benutzt. Das hält uns natürlich nicht davon ab und unbeschwert laufen wir runter. Nach einigen hunderten Metern stellen wir fest, er wird schon noch benutzt. Die Dorfjugend hängt hier ab und kifft und es werden Tabletten 💊 verteilt 🤔 Spannend, wo man so hingelangt. Unten angekommen inspizieren wir den ganzen Badeabschnitt, der – wie üblich in Italien – nicht frei zugänglich ist. Außer direkt am Hafen, wo die Armen oder Geizigen verweilen, wir sind irgendwie auch da hängen geblieben 😊
Den nächsten Tag schön aufs geliebte Rennrad, Kilometer machen ohne Höhenmeter. Haben bei Komoot eine schöne Tour gefunden, allerdings denken wir, dass der Rennradfahrer diese Tour am Sonntagmorgen um 6 Uhr startet. Wir sind kurz nach 7 Uhr los und in der Woche fahren natürlich die Menschen da zur Arbeit. Der italienische Auto- oder LKW-Fahrer übt sich permanent darin, maximal 10 bis 30 cm Abstand zu halten. Das fühlt sich für den Radfahrer sehr eng an 🤔 Die Strecke war wunderschön 😊 Auf halben Weg einen Kaffee und ein paar Brioche und weiter geht es, mittlerweile bei Temperaturen bis 38 Grad 😅 Da schwitzen wir doch ein wenig 😎 und müssen sogar noch mal Wasser kaufen, um die Flaschen nachzufüllen. Die Ausblicke so wunderschön, die Dörfer malerisch und sogar noch etwas geschichtliches entdecken. Alles war drin 😊






Mahnmal WNA 
Nach soviel Sport und Natur war es mal wieder an der Zeit, etwas kulturelles zu unternehmen, in Italien natürlich gar kein Problem. Und Triest hat geschichtlich einiges zu bieten, allein schon durch ihre strategisch wichtige Lage. Interessant natürlich auch durch den häufigen „Besitzerwechsel“, die diese Stadt dann auch prägen. Obwohl die Stadt noch nicht wirklich lange italienisch ist, fühlte es sich für uns jetzt richtig nach Italien an. Die Piazze, die wunderschönen Gebäude, die Canale, Espresso im Straßencafé, die schöne Melodie der Sprache und pranziamo am Hafen.
Ganz ohne sportliche Bewegung geht es an so einem Tag natürlich auch nicht, deshalb sind wir schön durch Wald und Wiese mit den MTB‘s nach Triest gefahren 😅
Die ersten beiden Tagen sind wir zum Meer runter gefahren und Martin ist schön entspannt im Meer raus geschwommen, Sigrid hat sich am ersten Tag einen Zeh und Finger angeritzt und am zweiten Tag den Oberschenkel. Deshalb haben wir am dritten Tag mal den Pool ausprobiert. Die Bahnen waren schön gerade, es gab keine scharfen Steine, keine Fische oder Strömung: da blieb sie dann unverletzt 😊 Hier schmeißt sie für Pia einen Stein ins Meer 😅

Bevor wir diesen Beitrag beenden, möchten wir noch einen grünen Gruß vom italienischen Gärtnermeister Petrini weiterleiten, die italienische Frau liebt Blumen 💐
Übrigens wir wissen nicht wie es bei euch aussieht, aber wir sind daran vorbei …

Jetzt heißt es ab in „unsere Berge“…









