
Vom Lago di Cavazzo sind wir nach Sappada gefahren. Ein kleines Örtchen und für uns das Eingangstor zu den Dolomiten, ähnlich wie Iserlohn als Eingangstor zum Sauerland bezeichnet wird. Auf der Fahrt sind wir noch durch Ovaro gefahren, wo Laura und Tim ein paar Stunden zuvor zum Zoncolan abgebogen waren. Unsere Gedanken waren natürlich bei ihnen und beim Berg 😁 Der neue Campingplatz war ziemlich groß, aber wir bekamen mal wieder einen super Platz 😁 Am Nachmittag noch Einkäufe tätigen und dann mal schauen, wie es am nächsten Tag auf den Berg geht. Die Abendstimmung von Gerda aus war einfach wunderschön 😊
Am nächsten Morgen haben wir uns Zeit gelassen und nach einem gemütlichen Frühstück sind wir dann durchs Tal zum Wanderparkplatz gefahren. Nach knapp 8 Km über eine enge, kurvenreiche Straße haben wir ihn erreicht, Rucksack auf und los geht es nach einem kurzen freundlichen Gruß an den niederländischen Touristen. Da hat Martin einfach Spaß, wenn nach einem perfekten „goeiemorgen“ der Blick nochmal zum Nummernschild wandert und dann zögernd zurück gegrüßt wird 😊
MONTE PERALBA
Diesmal haben wir uns für einen Klettersteig entschieden, allerdings ging es vom Parkplatz erst noch mal eine Stunde hoch zur Hütte, um von da aus dann einsteigen zu können. Die Stunde dauerte für uns genau 32 Minuten und schon waren wir da. Wir kriegen das irgendwie einfach nicht hin, uns an die Regeln zu halten 😅 Da wir noch soviel Zeit hatten, haben wir in der Hütte noch einen Espresso getrunken. Der Wirt war wahrscheinlich genauso alt wie seine Hütte. Dafür war die Hütte aber besser in Schuss als der Wirt. Schwer humpelte er durch seine sehr gemütliche Hütte, der Espresso war perfekt. Auf den Schwarz-Weiß-Bildern an der Wand wirkte er auch schon alt oder er war seinem Großvater aus dem Gesicht geschnitten. Das haben wir aber nicht gefragt 😀 Nach dem Kaffee und Toilettengang gingen wir dann weiter zum Einstieg. Da angekommen ist ein Trio gerade los geklettert, wobei der letzte vermutlich seine erste Tour machte. Wir haben uns dann gemütlich hingesetzt und die Aussicht genossen und sind nach gut 10 Minuten auch hinauf. Ein schöner Steig ohne große Schwierigkeiten und ziemlich schnell waren wir dann schon oben. Die Aussicht vom Gipfel war einfach genial, sie ging weit nach Österreich und Italien hinein.
Sehr beeindruckend. Auf dem Gipfel unsere Stullen gegessen und dann wieder runter. Der Abstieg war am Anfang etwas schwerer als gedacht, und nach einige Kletterpassagen und einem Schneefeld kamen wir in einfacheres Gelände. Ein älterer Mann kam hoch und fragte, ob es noch viel Schnee gibt, das haben wir verneint. Wir sind weiter runter und er weiter hoch. Nach weitere 20 Minuten Abstieg treffen wir eine ältere Frau, die erst auf italienisch und dann auf französisch fragt, ob wir einen Mann getroffen haben und ob er im Auf- oder Abstieg war. Irgendwie bekommt man dann ein ungutes Gefühl, ganz so fit und trittsicher schien er uns nicht zu sein. Zum Glück waren auch die 3 Italiener noch hinter uns, die sich besser mit ihm verständigen konnten. Der Rest des Abstiegs war dann sehr unkompliziert und bei der Hütte haben wir eine super leckere Suppe gegessen, bevor es zurück zum Auto ging 😀
Traditionell haben wir jeden Abend ein Feierabendbier getrunken in der „Almhütte“ auf dem Campingplatz. Der Wirt hat uns schon schnell ins Herz geschlossen und wir hatten unseren Stammtisch 😀
Nach einem Ruhetag hatten wir uns als nächstes Ziel den Monte CRETA Forata ausgesucht. Kein Klettersteig, aber eine anspruchsvolle Bergwanderung. Nach dem Frühstück ging es direkt vom Campingplatz los und wir wollten vorher an der Rezeption kurz Bescheid geben, dass wir 2 Tage länger bleiben. Aus diesem Kurz wurde etwas über eine Stunde 😀 In dieser Stunde haben wir gewartet, dann Bescheid gekriegt, dass es organisatorisch etwas komplizierter ist, dann einen neuen Platz zugewiesen bekommen, Gerda beladen, an Bussi angekoppelt, in 4 Zügen gewendet, wieder abgekoppelt, alles installiert, um dann los stiefeln zu können. Wie früher schon mal erwähnt, wir werden immer besser 😀
MONTE CRETA FORATA
Kurz beschrieben eine anspruchsvolle Wanderung über einsame Wege, kleinere Geröllfelder, mehrere kleine Schneefelder und kurze einfache Kletterpassagen zu einem wunderschönen Gipfel. Auch hier gab es einen fantastischen Rundumblick. Die beiden Gipfel waren nicht sehr hoch, aber die Aussichten sind unvergesslich.
Wir haben uns überlegt, bevor wir abreisen und nach Sexten fahren noch einen Ruhetag einzulegen. Martin ist dann mit Rad zum Einkaufen gefahren und Sigrid hat sich ihrem neuen Hobby Wäsche waschen gewidmet. Am Nachmittag sind wir dann noch eine lockere Runde gelaufen. Martin ist vom Campingplatz aus direkt hoch zum Ort hin und überholt einen älteren Mann mit einer Kippe im Mundwinkel. Der schließt sich aber spontan bei Martin an und joggt bis zur nächsten Ecke mit 😂😂 Auch bei so einer lockeren Runde geht nichts ohne Höhenmetern: Sigrid lief 10,5 Km mit knapp 300 Hm und Martin 8 Km mit etwas über 200 Hm, jeden Tag spüren wir, wie die Kraft zunimmt und die Kondition besser wird, objektivieren tun wir alles bei Garmin 😇

Abreise nach Sexten vom Ironman zum Stoneman 😀
















