Urlaub adé…

5 Tage Urlaub in Sexten sind vorbei. Wir haben sie genossen😎, wenn auch vielleicht anders als einige von unseren Campingplatznachbarn. Der Platz bietet neben den Komfortplätzen nämlich auch noch Premium-, Deluxe- oder Leading600- Plätze an. Wer lieber nicht campt, kann auch glampen im Baumhaus oder einer Lodge, und wem das nicht reicht nimmt gleich einer Suite mit Butler im Hotel. Wie ihr seht, ist mittlerweile alles möglich auf einem Campingplatz 😎

Billiger Platz, schöner Blick 😇

Das nächste Ziel ist dann wieder in Österreich. Die Fahrt führte uns zum Tristacher See. Ja ja, mal wieder ein See, wir langweilen euch 😉

Blick von Gerda aus…

Ein kleiner familiär geführter Campingplatz in den Lienzer Dolomiten. Ein paar Kilometer entfernt von Lienz, ein Paradies für Wanderer, Mountainbiker, Rennradfahrer und Heimwerker. Es gibt da nämlich einen OBI.

Also, nachdem wir auf dem Campingplatz alles ordnungsgemäß aufgebaut haben, geht es erstmal zum Baummarkt. Es soll ein Grill angeschafft werden. Unser Auge war schon länger auf einen „Beefer“ gefallen und bei OBI gab es einen nachgemachten und dann auch noch im Angebot. Da muss Mann zuschlagen😇 Erst haben wir geglaubt, der österreichische Baumarkt funktioniert wie in Deutschland, sprich: der Kunde kommt rein und alle MitarbeiterInnen tauchen ab. Als wir dann einen gefunden haben, war er natürlich nicht zuständig 😉 Jetzt kommt aber der große Unterschied zu Deutschland: er ruft sofort den Zuständigen an, fragt freundlich, ob nicht gerade Pause gemacht wird und als dieses verneint wird, erklärt er, worum es geht und ruckzuck erscheint schon die zuständige Mitarbeiterin, die uns freundlich erklärt und unsere Fragen beantwortet. An der Kasse angekommen auch da wieder sehr freundliches Personal. Kurz unsere Neuanschaffung im Auto abgestellt und zum Servicepoint gegangen, wo es Gas gibt 😀 Auch hier wieder super freundlich, fröhlich und hilfsbereit. Also, wer was aus dem Baumarkt braucht: OBI in Lienz können wir sehr empfehlen 😀

In Lienz beim Metzger noch leckeres Rinderfilet gekauft und es kann losgrillen 😋 Hatten wir gedacht, alles richtig aufgebaut und ordnungsgemäß Gas angeschlossen, zig mal probiert und dann verzweifelt das Filet in der Pfanne Englisch angebraten. Abends dann YouTube studiert und festgestellt, dass man geduldig den Zünder ca. 30 Sekunden zünden lassen sollte. Am nächsten Morgen ausprobiert und yep, es funktioniert 😁😁 Da haben wir leider dry-Agnes Entrecote kaufen müssen, und es war sooooo lecker 😋

Das Wanderparadies haben wir nach dem erfolgreichen Probelauf am Morgen ausprobiert. Direkt vom Campingplatz ging es los über eine Abkürzung durch den Wald, um auf den Wanderweg zu kommen. Abkürzung bedeutet bei uns meistens Abenteuer. Auch diesmal 😇 Gestrüpp, steile Abhänge, kaum sichtbare Wege und ignorierte Verbotsschilder brachten uns dann nach einer guten Stunde auf den Weg. Den Markierungen folgend waren wir eine Stunde später bei der Dolomitenhütte. Da haben wir erstmal eine kurze Rast eingelegt.

Blick von der Dolomitenhütte

Gestärkt ging es dann weiter hoch in Richtung Karlsbaderhütte. Erst gut ausgebaut, später immer steiler und nur noch Kies, wir haben uns gewundert über Mitwanderer, die wie aus dem Ei gepellt angezogen waren. Familien, die auf Straßenschuhen, Hosen mit Bügelfalten und natürlich das langärmelige Businesshemd durfte nicht fehlen, unterwegs waren. Die halbe Literflasche Wasser wurde brüderlich geteilt und den Wanderweg schauten sie auf dem iPad an. Auf die Frage: Mama dauert es noch lange? hat Martin dann kurz geantwortet. Lang ist immer relativ, hängt davon ab wie schnell man geht. Wir haben ihnen dann die Länge in Kilometern und die noch zu überwindenden Höhenmeter vermittelt und sind dann weiter gegangen. Wir haben sie danach nicht mehr gesehen und vermuten das sie umgekehrt sind. Obwohl der Porsche Cayenne mit Düsseldorfer Kennzeichen noch auf dem Parkplatz stand, als wir ihn zu Fuß überquerten 🧐, haben wir keine Vermisstenanzeigen gelesen 😉

Die zwei darauf folgenden Tagen, sind wir mit den Mountainbikes unterwegs gewesen, die erste Tour bei relativ kühlen Temperaturen. Eine relativ kurze Tour zu einer Hütte mit Aussicht auf den Grossvenediger. Nach einer Steigung über gute 11 Km und 1.200 Höhenmetern und Vorstellungen, wie gut eine warme Leberknödelsuppe schmeckt und einen von Innen aufwärmt, kommen wir zu einer – nennen wir es mal – Jäger-Hochsitz-Hütte. Windgeschützt schauen wir uns das Panorama an, können aber aufgrund der schlechten Sicht den Grossvenediger nicht entdecken.

Da wir natürlich nicht so schnell aufgeben und uns vorbereiten auf Touren im Salzburgerland mit Michi und Martin, haben wir schon die nächste Tour im Visier. Es soll zum Gasthof Glocknerblickhütte gefahren werden. Wetter sollte super werden und wir freuten uns schon. Nachdem wir gefrühstückt haben, die Räder aus dem Bussi geholt … Mist…! ein platter Hinterreifen bei Sigrid 😌

Zum Glück haben wir gut aufgepasst und die Tipps von Janis, einem unserer Edelhelfer, schön Eins zu Eins umgesetzt. In weniger als einer halben Stunde den alten Reifen runter, neuen Reifen rauf, aufpumpen, schön ploppen lassen, Luft wieder raus, Milch rein, aufpumpen, schön ploppen lassen und fertig ist die Sache 😀

Los gehts 😀

Eine wirklich wunderschöne Tour und wirklich wunderschönes Wetter. Die Temperatur ging schon schnell an die 25 Grad und nach eine Abfahrt über die Naturrodelbahn und einigen flachen Kilometern, kommen wir an einer erste Steigung.

Die Steigung fing an mit einem Schild 10%! Jetzt sind wir wirklich schon viel gefahren und ein Gefühl für Steigung haben wir auch… 10% war hier stark untertrieben oder bezog sich als Durchschnitt auf die komplette Steigung über gute 7 Km 😅 Dafür waren die Ausblicke wunderschön und der Weg sonst kaum befahren 😎

Blick über Dächern

Im Gegensatz zu dem niederländischen Gegenwind kommt an jeder Steigung ein Ende und dann gibt es eine Abfahrt. Beim Fotografieren einer besonders alten Linde meinte dann eine E-Bike-Fahrerin, wir wären ohne Motor aber ganz schön schnell unterwegs 😇

Nach einer kurzen Abfahrt und etwas off-road suchen, sind wir dann über die Großglocknerstrasse zum nächsten Anstieg gekommen, 12 Km und 1100 Höhenmeter. Die Temperatur lag mittlerweile über 30 Grad und der Schweiß lief aus allen Poren, die Blicke waren atemberaubend und oben gab es Kasnockensuppe, weniger zum erwärmen, dafür um die Flüssigkeit und Elektrolyte nachzuschieben 🙃

Auf dem Rückweg musste Sigrid dann mal wieder feststellen, was für einen komischen Kopf der Martin hat. Als es ihm zu warm wurde oder zum Schluss zu lange dauerte, ist seine einfache Strategie, die Berge sehr schnell hochzufahren und zwar, weil es dann nicht so lange dauert. Das ist laut Martin die optimale Kombination aus Niederländer und Mann sein. Sogenanntes doppelt Einfachstrukturiert sein 😀

Jetzt waren wir der Meinung, genügend trainiert zu haben, um in Salzburg eine gute Figur zu machen. Wir haben sogar das Anhalten im Berg, um danach wieder anzufahren, trainiert. Weil wir wissen, in Salzburg bekommen wir während unserer Touren ausführliche Erklärungen und es werden richtig schöne Bilder gemacht von Promberger Martin. Außerdem hatten wir noch einen anderen Termin in Salzburg und es stand noch ein Treffen offen mit Frühwirt Gerd. Also, genug zu tun 😀

Ein letzter Blick in Lienz 😍

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