
Nachdem wir jetzt unser Bewerbungsschreiben an die Firma „Salzburg Land Tourismus“ fertiggestellt haben, nehmen wir den Faden wieder auf und berichten über unsere Zeit in Frankreich 🇫🇷 Von Roquebillière haben wir die Reise fortgesetzt nach Sainte-Croix-du-Verdon. Über schmale Wege und kleine Pässe sind wir langsam, aber stetig vorangekommen. Der Weg war schon besonders schön und zum Schluss gab es die ersten Blicke auf die Gorge du Verdun. Sehr beeindruckend und schon konnten wir verstehen, warum so viele „Touris“ hierher reisen. Am Lac de Sainte-Croix angekommen, mussten wir dann feststellen, dass „die Touris“ schon angereist waren: die ersten beiden Campingplätze waren Complet. Da haben wir uns überlegt, wir haben viel Zeit und können etwas weiter weg wohnen. Und jawoll, der nächste angefahrene Campingplatz hat für Gerda, Bussi und uns noch genügend Platz 😀 An der Rezeption war ausgehängt, dass zu keiner Zeit Reservierungen entgegen genommen werden. Auf die Frage, wie lange wir denn bleiben werden, haben wir 3 Nächte geantwortet. Wir durften unseren Platz selber aussuchen und dann zurück zur Anmeldung kommen wegen der Formalitäten. Da fragten wir, ob wir 4 Nächte bleiben können 😜 Da kam die klare Ansage: „Nein, das geht jetzt nicht mehr“. Verstehe, wer wolle 🧶
Wie immer erstmal aufbauen und dann ab zum See, Schwimmsachen mit und strategisch schwimmen 😉 Erst die kleine, gelbe Boje, dann vielleicht entlang der weißen Bojen zur roten Boje. Vielleicht von hier aus zur roten Boje dahinter und dann den gleichen Weg wieder zurück 😁 Die Wassertemperatur war super angenehm, so richtig abgekühlt waren wir trotzdem noch nicht. Deshalb sind wir nach dem Schwimmen bei guten 35 Grad zum Ort hochgestiefelt, um da die richtige Abkühlung zu finden 😜

Die Wettervorhersagen für die nächsten Tage waren sehr, sehr gut mit Temperaturen, die ihr jetzt auch wieder kennengelernt habt. Immer zwischen 33 und 38 Grad Celsius. Für uns der Grund, sehr früh aufs Rad zu steigen. Sozusagen mit dem frühen Vogel ging unsere Tour über 130 Km, gespickt mit über 2300 Hm. Die ersten Sonnenstrahlen haben wir auf dem Plateau oberhalb des Sees gesehen. Wir umrundeten den See zur Hälfte, um dann auf der Südseite der Verdunschlucht unsere Tour fortzuführen. Die Ausblicke waren sensationell und unterwegs trafen wir ab und an mal Gleichgesinnte. Immer wieder spannend, wenn ein Dortmunder so gut niederländisch sprechen kann. Zwischenzeitlich ein wenig spielen mit anderen Radfahrern und die ganze Zeit genießen, genießen, genießen 😊
Nach unserer erfolgreichen Arbeit waren die Heinzelmännchen wieder dran 😋

Für Sigrid kam ein Ruhetag, gespickt mit Einkauf, Wäschewaschen und Hängematte. Martin fuhr noch eine kleinere 70 Km Runde mit 1050 Hm mit hoher Trittfrequenz. In den Abfahrten in die Täler hinein brannte der heiße Wind ihm ins Gesicht, eine neue Erfahrung. Diese Dinge werfen wiederum einen anderen Blickwinkel auf das, was die Radprofis bei einer Tour de France alles so durchmachen. Chapeau ‼️
Die Fortsetzung der Reise ging dann zur Colorado Provençale, eine Besonderheit in Europa.

Rustrel liegt noch im Einzugsgebiet vom Mont Ventoux und bietet einen sehr schönen Nationalpark, wo man an den ockergelben Felsformationen entlang gehen kann. Aufgrund der großen Hitze und lang anhaltender Trockenheit war dieses leider gesperrt wegen erhöhter Brandgefahr. Für uns schade, aber was das bedeuten kann, haben wir später in Erfahrung gebracht 😳
Am ersten Tag haben wir den Mont Ventoux in Angriff genommen. Die Anfahrt von Rustrel bis Sault sind gute 30 Km und von da aus gibt es eine von 3 möglichen Auffahrten. Die ersten 16 Kilometer sind sehr gut fahrbar, die Steigung liegt da immer unter 7 Prozent. Am Le Chalet Reynard trifft die Route auf den Anstieg aus Bédoin, wo die Profis her kommen. Wie fit wir mittlerweile sind, haben wir gesehen, als wir in dem flacheren Teilstück bis zu 24 Km/h gefahren sind und auf den letzten 7 Km, ab dem Chalet, als wir nur noch an anderen FahrerInnen vorbei gefahren sind und das ziemlich schnell 🤩 Oben angekommen war es leider wolkig und der Ventoux blies ganz schön kräftig, sodass wir schnell wieder runter sind nach Sault, um uns aufzuwärmen und etwas zu stärken für die letzten 30 Km zu Gerda 😉 Obligatorisch wird natürlich kurz innegehalten am Denkmal für Tommy Simpson
Obwohl der Nationalpark gesperrt war, haben wir doch so einige schöne Eindrücke eingesammelt von der sehr besonderen Landschaft 😊 In einem Artikel des MTB-Magazins Bike haben wir eine schöne Route gefunden. Im Nachhinein war es laut Sigrid eine Bike and Hike Tour, wir haben zeitlich gesehen unsere Bikes genauso lange geschoben wie wir sie gefahren sind 🙃 Wahrscheinlich ein Grund, weshalb wir bis auf 2 kleinere Wandergruppen sonst keinen Menschen gesehen haben und wir alles in sehr schöner Ruhe und Stille genießen konnten 😊
Das nächste Ziel war dann die Ardèche. Rita und Sascha haben seit einigen Jahren ein Haus, sehr idyllisch gelegen im Domain Brechon, und den beiden wollten wir einen Besuch abstatten. Das letzte Mal hat Martin auf dem Weg zum Ironman Nizza in 2014 kurz vorbeigeschaut, nachdem er in 2013 schon mal eine Woche zum Radeln da gewesen war. Die schöne Zeit in Erinnerung und die Gastfreundlichkeit von den beiden im Bewusstsein, haben wir kurzfristig Kontakt aufgenommen. Unkompliziert wie wir die beiden kennen, kein Problem. Es sind zwar noch 3 andere Freunde da, aber am Tisch findet sich noch ein Plätzchen, Chevre ist immer da, genauso wie ein erfrischender Rosé 😊

Am Mittwoch sind wir nachmittags von Rita in Empfang genommen worden, während die anderen noch auf den Rädern unterwegs waren. Also erstmal ein bisschen Quatschen mit der Frau des Hauses und nach einer Minute war es so, als ob man sie jeden Tag sieht. Nachdem die anderen dann auch zurück waren, haben wir dann in Begleitung vom Hausherrn Sascha auch Mäxi, Olaf und Thomas kennengelernt. Die 5 haben auch schon vieles zusammen erlebt und so haben wir vier kurzweilige Tage in der Ardèche verbringen können 🙂 Nach einrr kurzen Vorstellungsrunde zu siebt wurde erstmal ein aus vielen Seminaren oder Workshops bekanntes Kennenlernen-Spiel gespielt auf der hauseigenen Jeux-de-Boule-Anlage. Zum Glück hatten wir in Ste. Croix-du-Verdon bei den Lokalmatadoren zugucken können 😇
Anschließend gab es dann ein üppiges Abendessen garniert mit ein paar Gläschen Rosé. Und so gegen 01:30 Uhr war dann auch für uns ein sehr schöner Tag zu Ende 😊
Morgens früh aus den Federn und nach einem ersten Käffchen bei der Gerda entspannt gefrühstückt mit leckerem Käse und Honig aus der Region. Dabei konnten wir die sehr leckeren von Sascha gemachten Marmeladen genießen und drüber philosophieren, was ein gutes Croissant ausmacht 😇
Gestärkt durch das gute Frühstück ging es dann gemeinsam auf die Rennräder. Sascha hatte eine Tour vorbereitet und wir bekamen einige Highlights in der Umgebung zur Gesicht 😊 Bei den sehr hohen Temperaturen war es am Ende doch eine insgesamt harte Tour. Eine kleine Mittagspause im Restaurant haben wir dennoch ohne Essen beendet 😊 3x hat man uns gefragt, ob wir essen möchten. Auf unsere Antwort „Sehr gerne“, kam aber von der andere Seite nie eine Fortsetzung. Also haben wir aufgegeben 😊
Abends ging es dann so weiter wie am Vorabend: leckere regionale Vorspeisen und Salat mit einem super leckeren Dressing. Martin hat sich genau angeguckt, wie der Sascha es macht 😇 Nach seiner Beobachtung ist das wichtigste, neben viel Geduld, eine ruhige Hand 🤚 Klar zum Essen gehört natürlich auch ein Glas Wasser und vielleicht ein kühler Weißwein oder Rosé. Wir haben dann auch nicht darauf verzichtet 😇
Bei so viel Gastfreundschaft und leckerem Essen, setzt man sich nicht einfach immer an den gedeckten Tisch: viele Hände, schnelles Ende. Am nächsten Tag haben wir neben Fahrradpflege und schönen Gesprächen den Einkauf fürs Abendessen gemacht. Sascha hat uns mit guten Tipps auf den Weg geschickt und wir haben in den kleinsten Geschäften die leckersten Sachen gefunden 😋
Es ist immer wieder spannend, wenn man der Sprache nicht mächtig ist, aber mit Sprachfetzen, Gebärden und guten Willen von beiden Seiten zu einem guten Ergebnis kommt. Unser Ergebnis haben wir dann am Abend nach einer kurzen Weinprobe bei „Brechie“ schön verputzt 😊 Verputzt nach Ruhrpott-Art mit einem leckeren Glas Rosé 😊 und das, obwohl der Sascha mittlerweile schon gelernt hat, wie man in der Ardèche verputzt.

Für den nächsten Tag hatten Rita und Sascha schon eine Wanderung vorbereitet. Diesmal waren wir nur noch zu fünft unterwegs, da Mäxi und Olaf in aller Frühe zurück nach Deutschland gereist sind. Martin hatte sich noch von den beiden verabschieden wollen, aber um 4 Uhr war auch er noch im Tiefschlaf. Dafür war er schon zum Sonnenaufgang im Garten
Unter der Leitung vom bolivianischen Guide sind wir dann losgewandert

Es ging auf den Hausberg von den beiden. Insgesamt sind wir gute 10 Km gegangen und haben auch einiges an Höhenmetern absolviert 😊 Schöne Geschichten gehört, und immer wieder kurze Insider Tipps vom Guide machten das ganze zu einer sehr schönen Tour 😎
Auch am letzten Abend haben wir wieder sehr, sehr lecker gegessen und …

Wie oben schon mal kurz erwähnt, war der Nationalpark wegen erhöhter Brandgefahr geschlossen. Wir haben jetzt hautnah miterleben können, was ein kleiner Funke auslösen kann. In der unmittelbaren Nachbarschaft wird gebaut und bei Schleifarbeiten hat ein Funke das Gras und Holz sofort lichterloh in Brand gesetzt. Durch beherztes Eingreifen vom Nachbarn und des Freiwilligen Feuerwehrmanns Martin konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Trotzdem hat es uns stark beeindruckt und gezeigt, wie schnell so ein Feuer um sich greift 🧐 Deshalb Leute, seid bitte immer vorsichtig ‼️‼️
Sonntag sind wir dann nach einem kurzen Abstecher in Übersee …

auf die nächsten Etappe unsere TdF gestartet …




























































WoW WoW WoW 🤩
Wat ‘n mooie verhalen én foto’s weer
Zo fijn om te lezen en te zien dat jullie zó ontzettend genieten van alles wat jullie beleven in jullie eenvoud…puurheid…vol passie en liefde 💓 met elkaar
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