Adieu les Alpes…

Abschied mit einer Spaß-Runde 😀

Die Großwetterlage gibt uns zusammen mit Covid-19 den Weg vor, den wir bereisen. Eine Spaßrunde wäre noch drin, bevor uns das schlechte Wetter einholen würde. Promberger Martin war einige Tage zuvor auf der Kaunertaler Gletscherstrasse (2750 m) und aufs Stilfserjoch (2758 m) gefahren. Da haben wir uns gesagt: die wirklich höchste Passstraße in Europa führt über den Col de L‘Iseran, wir können höher 😇

Da haben wir uns eine Zweitagesfahrt geplant. Gestartet direkt vom Campingplatz ging es erstmal rauf und runter bis Bourg-Saint-Maurice. Eine sehr schöne Strecke, die für einen großen Teil über einen Radweg an de L‘Isere entlang führte.

Die richtige Passstraße fängt dann in Seez an. Bis zur Passhöhe sind es da noch 44 Km und 1866 Hm 😎 Eine wirklich entspannte Fahrt, die sich angenehm bis nach Val-d’Isere schlängelt und nie wirklich steil wird.

Kurz vor Val-d‘Isere erreicht man Tignes mit dem Lac du Chevril.

Im Anschluss fährt man durch einige etwas längere Tunnel, die normalerweise schlecht beleuchtet sind und mit motorisiertem Verkehr dann sehr unangenehm sind. Diesmal waren wir im Glück, es gab eine lange Baustelle. Sie zog sich durch mehreren Tunnel. Eine Straßenbaumitarbeiterin stand vorne und regelte sehr bestimmend den Verkehr. Sie teilte auf in PKW, Motorrad und Fahrrad. Direkt vor uns standen „ein Jumbo-Visma-Fahrer“ und ein Fahrer im Slowenien-Dress. Da haben wir sie mal kurz angesprochen, und natürlich kannten sie den Strma Reeber, wo wir im Juni waren. Beide waren auch sehr davon überzeugt, dass Rogliç die Tour gewinnen würde.

Die Radfahrer sind als letzte durchgewinkt worden und somit hatten wir eine entspannte Fahrt bis in Val-d‘Isere, wo wir eine Kleinigkeit gegessen haben, bevor wir die letzten 15 Kilometer hochgefahren sind 😋

Obwohl Martin in 2017 schon mal da war, hat er viele neue Dinge gesehen und die Fahrt richtig genossen. Er kam da zu der Einsicht, damals wohl voll im Wettkampf-Modus hochgefahren zu sein und dabei vieles nicht so in sich aufnehmen zu können 🤔

Die Abfahrt bis Bonneval sur Arc ging dann sehr schnell. Danach ging es zwar dauerhaft runter, aber der starke Gegenwind ließ uns doch ganz schön arbeiten. Genauso wie damals, als Martin und Martin die Gruppe durchs Tal gezogen haben 😇 Kurz vor Lanslebourg kam dann noch die kleine Schwester von unserem letzten Pass in den Alpen😀

In Lanslebourg haben wir übernachtet und trafen da noch auf eine Bekannte 😜

🤔

Abends per Whattsapp noch ein wenig mit Günter gechattet, der beruflich in Griechenland unterwegs war. „Ihr habt wohl nur gutes Wetter“, meinte er 🤔 Martins Aberglaube bestätigt sich wieder: am nächsten Morgen sind wir im Regen losgefahren! Dankeschön, Günter ohne H 😂

Nach 20 Minuten kam die Sonne 🌞

Vom Hotel bis zur großen Schwester sind wir nochmal 1200 Tiefenmeter gefahren und haben bei der netten Bäckerin, die um 12:20 Uhr Pause macht, in St-Jean-de-Maurienne kurz gehalten 😋

Jetzt ging es nur noch kurz vorbei an Montvernier (Lancette) und da erreichten wir la Chambre. Von da aus sind wir dann Col de la Madeleine hochgefahren, so wie die Profis bei der TdF oder das Criterium Dauphiné. Schon etwas kürzer und steiler als von der anderen Seite, die wir aus August kannten. Dafür war dann hinterher die Abfahrt länger 😜

Insgesamt ging es bis zum Campingplatz nochmal knapp 40 Kilometer runter.

Die SiMa Spassrunde hat richtig Spaß gemacht und war ein schöner Abschied aus dem Alpenland

Adieu

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