Parc naturel régional des Baronnies provençales

Ausblick von Gerda

Wie der Titel schon zeigt, fühlen wir uns pudelwohl in Frankreich 🇫🇷 und unserem Sprachtalent können wir freien Lauf lassen 😇

Der Wetterbericht schickt uns wieder in Richtung Südwesten. Wir lassen die Alpen noch weiter hinter uns, sie bleiben aber in Reichweite.

Der Nationalpark ist noch sehr jung, wurde erst in 2015 errichtet, und ist somit noch nicht touristisch überlaufen. Natur, Mittelgebirge, kleine Dörfer, kleine Läden, kleine Cafés – alles was wir lieben – also eine perfekte Wahl 😁

Der Campingplatz ist total schön am Hang gelegen, mit einem Blick, den man sonst nur aus der Sommerseite in Dortmund kennt 😉

Bei der Rezeption lief alles ganz flott. Wir können, wie ganz häufig, unseren Platz selber aussuchen. Die Schlussfrage, die die Dame stellte: „Wollen Sie jetzt wirklich bleiben?“, haben wir mit einem klaren „Oui“ beantwortet. Die einzigen Gäste zu sein, ist irgendwie auch ganz witzig 😜

Nach den üblichen Ritualen zur Installation hat sich Sigrid um unsere Wäsche gekümmert und Martin ist mit dem MTB zum Einkaufen gefahren. Da hatten wir beiden unsere Freude 😁

Wäsche bedeutet, sich immer wieder neu vertraut machen mit einer andere Waschmaschine: welche Programme gibt es, wie lange laufen die Programme, braucht man Geld oder Coins. Wenn es einen Trockner gibt, natürlich die gleiche Aufgabenstellung. Dann kommt die Logistik dazu: Berechnungen, um Laufwege zu sparen und zum guten Schluss das Aufspannen der Wäscheleine. Da lohnen sich das Ingenieurstudium und die Kletterschule.

Beim Einkaufen geht es Martin natürlich genauso, wobei sich die Frage mit dem Geld oder Coins natürlich nicht stellt 😉 Dafür ist aber gerade beim Metzger sein Studium sehr hilfreich 😜 Naja, nicht beim Metzger aber in der Metzgerei 😉

Für den nächsten Tag haben wir uns eine kleine Runde auf dem Rennrad vorgenommen. Wir wollen den sonnigen Tag für eine Erkundungstour nutzen.

Wir sind auf kleinen, engen Straßen gefahren, sind vielleicht 2 oder 3 Autofahrern begegnet. Alles sehr ruhig, sehr entspannt. Andere Radfahrer haben wir auch nicht gesehen. Bis auf einen: Sigrid machte eine kurze Pipipause im Gebüsch und genau zu diesem Zeitpunkt kommt der einzige VTT‘er aus dem Wald gefahren 😂

Ein wenig Geschichte, gemischt mit Geologie und Archäologie konnten wir am Wegesrand auch noch aufsaugen, bevor wir unsere Runde zu Ende gefahren sind.

50 Millionen Jahren Erdgeschichte

Am Abend haben wir dann unseren Beefer, Tisch und Essen zu einem Ferienhaus unterhalb gebracht und bei einem Gewitter auf der Veranda herrlich gegessen und ein Weinchen getrunken 😊 Es hat schon Vorteile, wenn man die einzigen Gäste sind auf dem Platz 😇

Am nächsten Tag sind wir abgereist. Noch ein kurzes Gespräch mit dem Campingboss, der die Befürchtung hatte, wir würden mit unserem Gespann die Ausfahrt vom Campingplatz nicht schaffen. Martin meinte zuversichtlich und souverän, wir schaffen das schon. Ein wenig mulmig, war uns schon, vor allem, weil der Boss den ganzen Tag unterwegs sein würde und somit mit seinem Allradantrieb nicht sofort helfen konnte 🤔

Dann haben wir noch ein paar Worte mit seiner Frau gewechselt, die uns berichtete, dass sie den Campingplatz erst im Februar gekauft haben. Jetzt direkt mit der Covid-19-Krise konfrontiert zu werden, ist bei so einer jungen Existenz und in dieser Branche schon ein harter Brocken.

Einsteigen, ordnungsgemäß Beleuchtung kontrollieren und ab im ersten Gang den Berg hoch. Locker geschafft 💪🏻

Diesmal sind wir mit Gespann über die Route der TdF 2020 zur Ardèche gefahren. Da warten schon 2 Mädels auf uns 😀✅

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