Ax-les-Thermes III

Ax-les-Thermes

Wir haben den als Regentag vorhergesagten Tag als Reisetag gewählt und sind wieder in westliche Richtung gefahren. Es gibt noch so viele Cols, die auf uns warten und auch die Vuelta d‘Espagna hat sich für die französischen Pyrenäen noch angekündigt.

Losgefahren bei strahlendem Sonnenschein sind wir über Perpignan und danach durch ein wunderschönes Tal gefahren. Das Tal führte uns an Saint-Paul-de-Fenouillet vorbei, wo wir den Klettersteig gegangen sind. Das war doch auch mal schön für die Gerda, die sonst nur erahnen kann, wo wir uns tagsüber so herumtreiben 😂

Langsam setzte der Regen ein und als wir bei Belcaire ankamen – das liegt auf einem Hochplateau (1000 m.) – sank die Temperatur um den Gefrierpunkt und aus Regen wurde Schnee 🥶

Die letzten 4 Kilometer zum Col de Chioula durften wir dann bei geschlossener Schneedecke fahren. Eine neue Erfahrung mit Gespann.

Alles gut überstanden, kamen wir dann im strömenden Regen in Ax-les-Thermes in unserem neuen Domizil an.

Den erster Tag haben wir unsere Rädern geschont und haben die Wanderschuhe geschnürt. Kein Hochalpines Gelände, trotzdem viel rauf und herunter, an Wiesen entlang mit schönen Weitblicken oder durch den herbstlichen Wald mit wunderschönen Farben.

Die Ariège

Gestartet am Campingplatz ging es erstmal an die Ariège entlang durch die Stadt und dan hinauf zum Felsen der Jungfrau.

Vom Felsen wieder runter ab in dem Wald

Da können schon mal Gedanken an Wilhelm Tell aufkommen…

Durch diese hohle Gasse muss er kommen …

Und ein wenig später fragen wir uns, Geschichte oder Realität…

War er wirklich hier? 🧐

Eine kleine Gestrüpppassage hinunter und schon sind wir aus dem Gedicht wieder raus.

Über die Brücke und durchs Dorf ging es dann zum letzten Anstieg rauf und wir konnten noch ein paar wunderschöne Blicke auf die schneebedeckten Gipfel erhaschen.

ABENTEUER MIT DEM RENNRAD

Wir wollten unsere neue Winterbekleidung mal testen und die Wetterbedingungen waren optimal. Optimistisch sind wir früh aufgestanden und nach dem Frühstück sofort los. Die Sonne schien und die Temperatur lag bei guten 5 Grad.

Erst ging es durch Ax-les-Thermes, um dann den Anstieg zum Col de Pailheres in Angriff zu nehmen. Nach einigen Kilometern zweigt dann der Anstieg zum Col du Pradel ab, unser erstes Ziel heute.

Landschaftlich eine wunderschöne Straße, da kann man sich gar nicht satt sehen.

Da wir vorher gesehen haben, dass der Col de Pailheres geschlossen war, haben wir unten am Schild noch kurz überlegt, ob wir es bis nach oben schaffen werden.

Die Blicke der uns entgegengekommenen SUV-Fahrer waren schwer einzuschätzen. Die Skala variierte von Entsetzen bis Bewundern.

Oben war eine Familie zum Rodeln da. Als wir unsere Fotos machten und uns umsahen, wurden wir angesprochen. Der Familienvater meinte, auf der Abfahrt in der anderen Richtung wäre etwas mehr Schnee. Die ersten drei Kilometer waren dann richtig abenteuerlich, teilweise gehend, teilweise fahrend mit einem Fuß als Bremse ging es zur Schneegrenze runter. Auch das ohne große Blessuren gemanaged. Ein kleiner Sturz aus dem Stand, gab nur schmerzhafte Rippchen und einen schiefen Lenker bei Sigrid 😏

Im Tal wurde es dann wieder etwas wärmer und beim nächsten Anstieg schön Warm 🥵

Nach einem kurzen Stück runter ging es rauf zum Col de Chioula, wobei wir im vorbeifahren noch den Col de Marmare mitgenommen haben 😇

Auf Passhöhe noch ein nettes Gespräch mit einem Pensionär und schon ging es runter bis zum Campingplatz 🏕

Auf dem Campingplatz angekommen, können wir noch beobachten, wie unser Nachbar, auf alt bewährte französische Weise sein Wohnmobil einparkt. Da stört kein Baum, Stein oder Hecke. 😊

Für die Unersättlichen unter uns gab es noch das Plateau des Bonascre. Direkt im Dorf startet der legendärer Anstieg – eine Sackgasse zum Skiresort hinauf. Da haben die Radprofis in der Vergangenheit schon große Kämpfe ausgetragen. Das kann man dann mal vor dem Frühstück noch machen.

Einer von uns beiden ist am frühen Morgen, bei strahlendem Sonnenschein aufs Rad und einmal hoch und runter gefahren 😀

Wenn kein Passfoto gemacht werden kann, muss die Ziellinie herhalten.

Plateau de Bonascre

Jetzt schnell wieder runter, frühstücken und dann reisen wir weiter.

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