
Eine neue Woche ist angebrochen und die Sonne scheint 🌅 Für den Mittwoch haben sich Ulla und Günter angemeldet zum gemeinsamen Wandern 😀 Bevor es aber soweit ist, wollen wir das Angenehme mit der Pflicht verbinden und fahren mit den Rennrädern nach Brilon zum Baumarkt. Von unserem Grill fehlt der Gasreglerknopf und den können wir da vor Ort bestellen. Wir erteilen Komoot den Auftrag, uns eine Route zu gestalten und los geht’s.

Wenn man – ohne vorher mal die Route anzusehen – losfährt, kommen immer wieder Überraschungen 😅 Komoot schickt einen nicht immer über die Hauptwege, sondern findet schöne kleine Nebenstraßen. Die sind wirklich immer schön, aber nicht immer einfach zu fahren. Deshalb waren auch jetzt wieder unerwartete steile Knappe zu überwinden, zum Beispiel auch im weltbekannten Titmaringshausen oder Bontkirchen. In Bontkirchen haben wir Glück: 2 Männer, die sich vor dem Haus unterhalten, weisen uns darauf hin, dass wir in einer Sackgasse sind und man nur mit MTB weiter fahren könnte. Wir bedanken uns natürlich artig, drehen wieder um und fahren über die Hauptstraße weiter. Eine sehr aussichtsreiche und teilweise steile Straße. Oben angekommen stellen wir fest, wir sind auf dem Buttenberg. Den hatte uns „Stulle“ im Mai schon ans Herz gelegt. Damals war Martin der Meinung, der sei zu weit weg, um mal eben hinauf zu fahren ☺️

Nach dem Buttenberg wieder runter und über Hoppecke – unsere Mitwanderer kennen die Hoppeckequelle – nach Brilon.
Im deutschen OBI finden wir eine abgespeckte Form von den sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern im österreichischen OBI vor. Die 4. Mitarbeiterin, an die wir freundlich verwiesen wurden, konnte uns tatsächlich helfen und ruckzuck war die Bestellung raus.

Die Rückfahrt war ohne Überraschungen und den Nachmittag haben wir entspannt zuhause verbracht.
Am Dienstag hat Sigrid die Planung für die Wanderung gestaltet und Martin hat sich um die Verpflegung gekümmert.
Dienstagabend haben dann die Männer per WhatsApp noch die letzten Kleinigkeiten übermittelt und wenn die beiden Dortmunder sich daran halten, kann nix mehr schiefgehen 😇
Pünktlich wie die Maurer waren die beiden in Hildfeld und nach kurzem Toilettengang und Umparken des Autos ging es um Punkt 10 Uhr los.

Gut ausgestattet und schwer bepackt ging es aus dem Dorf hinaus, am Grillplatz und am Hillekopf vorbei durch Wald und Wiese.
Rauf und runter – irgendwie für uns auch ganz spannend, wie gut wir mittlerweile die Wege schon kennen. Mit den beiden unterwegs zu sein und über „Koetjes en kalfjes“ zu sprechen, war total schön. Aber auch die wichtigen Themen kamen natürlich nicht zu kurz und die Zeit flog herum.
Wo wir die beiden eigentlich doch den Weitblick zum Edersee zeigen wollten, blieb der uns durch den Nebel verborgen. Aber vorbei an der berühmten Hoppeckequelle, angekommen auf der Hochheide, zeigte sich die Sonne 🌞
Von da aus sind es nur noch ein paar Höhenmeter bis zum Clemensberggipfel.

Oben angekommen wurde erst mal klar, warum wir alle so schwer gestapft waren. Die beiden haben als Überraschung was zu trinken mitgeschleppt und auf diese glorreiche Idee waren auch wir gekommen. Standesgemäß haben die Mädels dann ein Radler getrunken und „die Männers“ ein Corona 🍺✅

Der kalte Wind hat uns schnell vom Gipfel vertrieben und gestärkt durch ein paar Butterbrote machen wir uns auf den Weg. Die großen Schwierigkeiten warten nämlich noch auf uns…
Der Abstieg vom Clemensberg am Steinbruch entlang führt uns durch unwegsames Gebiet. Da müssen Komfortzonen gedehnt werden 😇

Nach – wie schon erwähnt – unwegsamen Abstieg über Stock und Stein, Blätter und Wurzeln kamen die letzten Kilometern über Straße einem vor wie im Flug. Zuhause gab es dann erstmal Kaffee und Kuchen 🥧
Die Ulla konnte von dem schönen Ausblick vom Wintergarten aus gar nicht genug bekommen und wieß uns immer wieder darauf hin.

Wenn die Sonne untergegangen ist, wird es aber sehr schnell kühl im Wintergarten und wir ziehen um in unsere Wohnküche. Das erste Bier ist fällig und die hungrigen Mägen wollen gefüllt werden.
Unser erstes Chili von Carne haben wir am Vortag schon gekocht und es brauchte nur noch aufgewärmt zu werden, so wie auch die Tortilla’s . Obwohl gewisse Stimmen behaupten, wir können nicht kochen, hat es uns allen geschmeckt. Wobei… „Hunger macht saure Bohnen süß“.
Während wir schön am Tisch gequasselt haben, meldeten sich unsere Freunde wieder. Seit unserem Einzug haben wir das Gefühl, noch Gäste zu beherbergen. Sigrid und Sigfried hatten das ganze schon mal besprochen und kontrolliert, aber waren zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Im Gespräch am Tisch erzählen die beiden uns von ihren Erfahrungen mit Mäusen, Mäusejagd und Lebendfallen. Da hatten wir schon unsere nächste Aufgabe für die kommenden Wochen.
Leider geht die Zeit mit so schöner Gesellschaft gefühlt mindestens doppelt so schnell um, und auch an diesem schönen Tag kam ein Ende. Günter, der sich bei den Getränken sehr zurückgehalten hat, wollte unbedingt noch nach Hause fahren. Da wir aber noch ein bisschen in Hildfeld bleiben, werden wir sie bestimmt nochmal sehen…











