Bye bye 2020…

Von Valencia ging es jetzt weiter in Richtung Alicante, ungefähr 1 1/2 Stunden fahren und schon waren wir vor Ort in Villajoyosa. Ein kleines Örtchen, knapp westlich von Benidorm.

Benidorm war für Martin ein Begriff, weil da „Tante Ann“ häufiger Urlaub machte in Martins Jugendzeit. Damals waren Flugreisen noch wirklich was besonderes 😀 Schöne Grüße hiermit an Cisca und George, das frischgebackene Rentnerpaar in Hoofddorp 😀

Am Campingplatz angekommen, war jetzt äußerste Präzisionsarbeit angesagt. Wir hatten in the german street einen Platz zugewiesen bekommen. Der Platz war zwar sehr geräumig, aber mit unserem langen Gespann doch schwierig zu befahren. Da wir mittlerweile schon etwas Erfahrung haben, schauen wir uns vorher um, wie wir die Gerda am sinnvollsten parken. Sonnenstand, Windschutz, Ausblick wird begutachtet und dann geht es los. Aufgrund der Enge zur Begrenzungsmauer und der Erfahrung mit unberechenbaren Mülleimern haben wir uns viel Zeit genommen. Sigrid weist ein und Martin folgt den Befehlen. Das klappt echt gut, aber unseren Nachbarn dauerte es etwas zu lange. Sie kamen aus ihrem großen Wohnmobil und fragten in einem relativ genervten Ton, wie wir denn stehen wollten. Unsere Vorstellung entsprach aber nicht den Vorstellungen des Nachbarn. Er würde uns empfehlen genau in der anderen Richtung zu parken. Seinem wohl gemeinten Rat sind wir nicht gefolgt. Ihm ging es aber bestimmt auch nicht darum, dass wir vor der Gerda in der Sonne sitzen wollen, sondern eher darum, dass wir nicht in seine Richtung schauen 😀

So wie es eine german street gab, gab es auch eine british street oder dutch street. Der Platz war gut gefüllt, aber zu Silvester hin wurde er dann richtig voll. Da kamen dann ganz viele Spanier.

Ein paar Tage bis dahin gab es aber noch. Daher konnten wir auch mal eine Radtour machen. Die Umgebung ist sehr abwechslungsreich und in kurzer Zeit ist man weg von der Küste und kommt in ein Mittelgebirge.

Die Runde ging los vom Campingplatz. Die Sonne schien und mit dem bevorstehenden Silvesterlauf wollen wir es entspannt angehen. Nach circa 10 Kilometern kam eine Gruppe aus einer Seitenstraße und da haben wir uns locker dran gehangen. So wie unsere Route geplant war, bogen sie bei der nächsten Möglichkeit links ab, so ein Glück 🍀 Es ging in die erste Steigung und schon schnell war klar, auch entspannt ist uns das zu langsam. Easy sind wir dann weiter gefahren und kurz vor dem nächsten Ort kam ein belgischer Zug an uns vorbei gedüst. Die Jungs hatten bestimmt andere Trainingsvorgaben als wir 😇 Der belgische Zug wurde abgeschlossen durch eine Dame auf einem E-Bike, die locker pedalierend den schnellen Jungs folgte 🤡

Für uns hatte Komoot einen Weg durchs Dorf gewählt. Dabei gab es dann mal wieder eine Rampe der Extrakategorie zu überwinden. Aus dem Ort heraus einmal die Gegend betrachten.

Weiter ging es, die Steigung fing richtig an. Und um den Prozentsatz zu erschweren, kam ein wahnsinnig starker Wind auf. Teilweise blieben wir fast stehen. Oben angekommen haben wir unser Passbild richtig verdient.

Es gab nur eine kurze Abfahrt und da wartete schon der nächste Pass auf uns.

Jetzt ging es etwas länger hinunter bis wir im Örtchen Benifallim sind. Da starten wir zum höchsten Punkt unserer Fahrt heute. Die Steigung ist sehr moderat und ruckzuck sind wir oben angekommen. Von der Passhöhe bis zum Campingplatz geht es jetzt fast 27 Kilometer nur noch runter 😎

Am nächsten Morgen begrüßt uns nicht die Sonne, sondern der Mond.

Nach den entspannten Strapazen vom Vortag, hat die Sigrid für diesen Tag eine Wanderung rausgesucht. An der Küste entlang über schöne Wanderwege. Teilweise nah am Strand und teilweise hoch auf den Felsen. Das Wetter ist wirklich traumhaft, also wieder Genuss pur. Ganz spannend zu beobachten, wie auf der ganzen Wanderung bei den Passanten genauso wie bei uns eine Handlung sich permanent wiederholte: Maske auf, Maske ab.

Am frühen Nachmittag sind wir dann noch zum Boulevard, um ein Bierchen zu trinken.

Cheers love…

Martin glaubte erstmal, dass die Wirtin sich in ihn verliebt hatte: sie sprach ihn an mit „my love“ und „my dear“. Aber kurz darauf war er schon wieder auf dem Boden, als er feststellt, sie macht es bei jedem 😂

Nach einer guten Nachtruhe sind wir dann mit einem leichten Kribbeln im Bauch aufgewacht. Jetzt war der große Tag des Silvesterlaufs. COVID-19 bedingt gibt es natürlich auch in Spanien keine offiziellen Läufe und da wir uns beide nicht so gut auskennen in der virtuellen Welt des Laufens, haben wir kurzerhand den „PRIMERA SAN SILVESTRE SIMA MOUNTAINSPIRIT“ ins Leben gerufen. 2020 die Premiere, mal schauen, ob es noch mehrere Folgen gibt.

Die Organisation in eigener Hand, haben wir uns sofort in beiden Kategorien die Startnummer 1 gesichert. Startschuss erfolgte durch Sigrid, die sich mittlerweile einen Namen gemacht auf den unterschiedlichen Campingplätzen mit ihrer Schussgewalt 🤡

Die Strecke führte vom Camping aus durch einen Naturpark. Danach an einem Stausee entlang und dann wieder zurück zum Campingplatz, wo das Ziel gelegen war.

Eine sehr schöne Streckenführung, als ob wir sie selbst gemacht hätten.

San Silvestre SiMa Mountainspirit 2020

Glücklich und zufrieden durften wir uns ausruhen, nachdem wir auch beide als Sieger/In durchs Ziel gelaufen waren.

Silvesterparty

Den Rest des Tages haben wir uns erholt, lecker gegessen und den Abend zusammen genossen. Bis wir die Siegersektflasche entkorkt haben und auf 2021 angestoßen haben. Und uns wünschen, dass es genauso geil wird wie die letzten 4 Jahre, die wir uns mittlerweile kennen.

Happy newyear everybody

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