Vive la France, vivre en France…

Belvedere

Leben wie Gott in Frankreich. Es gibt einige Sätze, die uns vermitteln sollen, wie das Leben in Frankreich ist, nämlich einfach göttlich 😇 Für diejenigen unter uns, die das Buch oder den Film „die Hütte, ein Wochenende mit Gott“ kennen: Martin hat auf dem Männerklo Papa gesehen 😀

Nach der Abreise in Salzburg sind wir durchgefahren bis Chiusa in Südtirol. Ein wunderschönes Städtchen, von wo aus man in die Dolomiten fahren kann. Es ist das Tor zum Villnösstal, Valle Gardena, Brixen oder Bozen. Villnösstal ist die Geburtsstätte Reinhold Messner, Valle Gardena der Durchgang zum Sellastock oder Seiseralm, von Brixen aus kommt man zur Plose oder Lüsenertal und dann zum Würzjoch und von Bozen kommt man zum Karerpass, Karersee oder Orte wie Welschnhofen oder Deutschnhofen. Die Geburtsstätte der Titanräder 😇 Chiusa ist klein und hat eine wunderschöne Altstadt. Von der Gerda aus hatten wir einen sehr schönen Blick auf die Burg, die über Chiusa ragt und die Stadt selber ist kunstvoll dem Rad gewidmet 😀

Früh aufgestanden sind wir direkt nach dem Frühstück losgefahren, um noch mal „Strecke“ zu machen. Den nächsten Stopp haben wir dann in Vercelli gemacht. Das Städtchen hat mal eben 7 italienische Titel beim Fußball eingefahren und ist Europas größter Umschlagplatz für Reis. Wahrscheinlich euch alles bekannt, wir wussten es nicht. Wir haben da unsere Premiere gemacht und haben einen kostenlosen Stellplatz gewählt. Etwas außerhalb der Altstadt gelegen einen recht großen Parkplatz, wo sich die Jugendlichen treffen zum Pöhlen, Basketball spielen oder auf frisierten Mopeds rum knattern. Gleichzeitig bildete der Parkplatz eine Umgehungsstraße für die Ampelkreuzung der Hauptstraße. Also richtig lebendig und spannend. Fürs Abendessen sind wir dann in der Altstadt einkaufen gegangen und haben super leckere Antipasti gekauft, frisch zubereitet im kleinen Laden, preislich in der Oberliga angesiedelt, aber geschmacklich schon Bundesliganiveau 😀

Nach einer unerwartet sehr ruhigen Nacht sind wir wieder früh aufgestanden und fröhlich weiter gefahren Richtung Frankreich 🇫🇷 Unser Ziel war Roquebillière, ein recht kleines Örtchen etwa 50 Km nördlich von Nizza, im Département Alpes-Maritimes. Die Fahrt lief recht zügig und so gegen 14 Uhr standen wir vor der Rezeption vom Campingplatz. Sie wollten nicht so recht glauben, das wir mit Bussi und Gerda schon am Tor stehen, der letzte Kilometer war sehr eng und mit Haarnadelkurven gespickt und auch der Eingang zum Platz war nur mit Adlerauge, Fahrkunst und Mut zum Risiko zu bewältigen gewesen. Wir sind aber mittlerweile ein wunderbares Team, wir 4.

Den Platz ausgesucht, Gerda installiert und Sigrid konnte endlich ihre neue Liebhaberei, Wäsche waschen wieder ausüben 😀😀

Nachdem wir in Österreich sehr viel Mountainbike gefahren waren, haben wir uns dazu entschieden als erstes mal wieder einen Klettersteig zu machen. In der direkten Umgebung sind einige im Angebot und wir haben uns entschieden auf den Col St. Martin zu fahren und da einzusteigen 😀 Der Klettersteig war laut Beschreibung ein typischer französischer Steig, was bedeutet, wenig direkten Felskontakt dafür sehr gut ausgebaut und mit vielen Tritten und Handgriffen gespickt. Insgesamt waren wir 3 1/2 Stunden im Klettersteig unterwegs. Einige Male mit etwas Überhang, wo wir schon unsere komplette Körperspannung brauchten. Als dann rotmarkiert eine Seilbrücke überquert werden sollte, haben wir erstmal gekniffen und sind über den Wanderweg zur nächste Stelle gedackelt 😇 Danach wieder eingestiegen und nach einigen Hundert Metern wieder eine Seilbrücke. Wir wieder rum, aber 50% von uns wollten doch mal fühlen, wie das so ist. Also reingehakt, rüber gelaufen und wieder zurück gekommen… geht 😀

Was kann man dann noch so tun in die französische Alpen🤔

Damit wir gar nicht denken oder selber planen müssen, ist in Roquebillière diese Tafel angebracht. Die Routen sind schön unterteilt in Schwierigkeitsgrade und einfach von der Website runterzuladen. Martin kannte den Col St. Martin schon aus der Alpenüberquerung in 2017: da entstehen Männer- oder Martinfreundschaften.

Martin+Martin = St. Martin

Wir sind eine Tour durch Le Vallon de la Gordolasque gefahren. Ein kleines Tal mit einer schönen Schlucht und am Ende etwas unspektakulär ein kleiner See. Knappe 34 Km mit knappen 1100 Hm. Ein Warming-up bevor es später an die richtigen Pässe geht. Am Anfang gab es noch eine Schrecksekunde als Sigrid nicht mitbekommen hat, dass Martin seine Windjacke ausziehen wollte. Sie hat sein Zeichen übersehen und lag dann auf dem Boden 😢 Ausser ein paar Schürfungen und einen eingebrochenen Cleat am Schuh nichts passiert. So eine Tour kann sie auch einbeinig fahren 😜 Das gute an der Geschichte, am Mittag sind wir dann nach Nizza gefahren.

Besuch in Nizza, auf die Spuren vom Ironman gespickt mit einer Fuchsjagd, Abschürfungen am Außenspiegel, ein Knöllchen, ein vergessenes aber wieder gefundenes IPhone und eine lange Wanderung durch die Altstadt, Promenade des Anglais und am Hafenbecken entlang. Zusammen gefasst ein Besuch von etwa 3 Stunden Nizza 😜 Aber das wichtigste, die neue Cleats hatten wir in der Pocket.

Die zweite Tour sollte dann auf den Col de Turini (1607m.) führen. Nach einer kurzen Abfahrt aus dem Dorf ging es nach ca. 8 Km in den Anstieg. Auf einem Schild stand, dass am heutigen Tag der Pass gesperrt würde, aber nach kurzer Überlegung haben wir entschieden, als Radfahrer kommen wir bestimmt rüber 😇 Nach ca 5 Km waren schon die ersten Straßenbauer am werkeln, haben uns aber freundlich durchgewinkt, dann noch mal 3 Km konnten wir die nächsten ungehindert passieren. Ein aus einem PKW rufender Anzugsträger wollte uns stoppen, aber manchmal versteht man den französischen Dialekt sehr schlecht. Als dann ein aufgebrachter LKW-Fahrer uns die Straße versperrte und laut sprechend und wild gestikulierend darauf hinwies, dass der Pass gesperrt ist, haben wir aufgegeben. Einen gesperrten Pass runter zu fahren gibt aber Tour de France Feeling, kein Gegenverkehr ist schon cool 😎

Wieder unten angekommen, haben wir uns ein Café au lait und ein Café Noir gegönnt, um zu beratschlagen, wie wir weiter machen. Schön ist, dass bei so kleinen Cafés immer die lokale Bevölkerung sitzt. Daher gibt es kurze nette Gespräche und lokale Tipps, diesmal ein älterer Mann. Er berichtete uns von seiner Herzschwäche und seinem Elektrorad, aber auch von den möglichen Touren in der Umgebung 😀 Wir haben uns trotzdem entschieden, zurück zum Campingplatz zu fahren. Sigrid wollte etwas Haushalt betreiben und Martin noch eine Tour fahren.

Madone d‘Utelle (1174 m.) Ein wenig die Umstellung mit den neuen Kettenblättern noch einüben 😇 Auf 16 Km steigt es um ungefähr 880 Meter an. Sehr moderat, aber bei den aktuellen Temperaturen über 30 Grad trotzdem eine schöne Herausforderung. Oben angekommen ein wunderschönes Panorama

Leider gibt es von Sigrid‘s Haushaltarbeiten nur ein Bild 😉

Das nächste Ziel ist Lac de Ste. Croix😎

Die Berichterstattung von der Vorwoche ist in Arbeit 😇

Urlaub adé…

5 Tage Urlaub in Sexten sind vorbei. Wir haben sie genossen😎, wenn auch vielleicht anders als einige von unseren Campingplatznachbarn. Der Platz bietet neben den Komfortplätzen nämlich auch noch Premium-, Deluxe- oder Leading600- Plätze an. Wer lieber nicht campt, kann auch glampen im Baumhaus oder einer Lodge, und wem das nicht reicht nimmt gleich einer Suite mit Butler im Hotel. Wie ihr seht, ist mittlerweile alles möglich auf einem Campingplatz 😎

Billiger Platz, schöner Blick 😇

Das nächste Ziel ist dann wieder in Österreich. Die Fahrt führte uns zum Tristacher See. Ja ja, mal wieder ein See, wir langweilen euch 😉

„Urlaub adé…“ weiterlesen

Stoneman…

Samstag sind wir nach einer kurzen Fahrt in Sexten angekommen. Da wir in unserem Sabbatical natürlich kein Anrecht auf Urlaub haben, beäugen wir manchmal die anderen Gäste ein wenig neidisch. Aber wirklich nur ein wenig 😉 Vor allem nur ein wenig, weil es den ganzen Samstag in Strömen geregnet hat. Da tun sie uns eher ein wenig Leid, aber auch nur ein wenig 😇

Nachdem wir nachmittags in der Gerda einen guten Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen genossen haben, haben wir unsere Pastaparty auch zuhause genossen. Zum Leidwesen unserer italienischer Follower sogar mit Vollkornnudeln. Nach der Pastaparty sind wir runter ins Dorf gefahren und haben unsere Startunterlagen am Infopoint abgeholt. Der freundliche Stonemanmitarbeiter hat uns ausführlich aufgeklärt und noch einige gute Tipps mit auf den Weg gegeben. In diesen Momenten ist es doch für uns Europäer immer wieder sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man sein Gegenüber versteckt hinter einer Maske gar nicht so richtig erkennen kann. Wie sieht er aus, wie ist seine Mimik? Alles kann man nur erahnen. Zum Glück sprechen auch Augen und man hört eine Stimme, was einem so einiges übermittelt. Vielleicht könnte man sich mal für einen kleinen Moment versetzt fühlen in die Welt eines schlecht sehnenden Menschen… 🤔 Startpaket unterm Arm sind wir wieder zurück zum Campingplatz gefahren und haben unsere Vorbereitung fortgesetzt, damit die nächsten Tagen alles optimal läuft 😀

Sonntag früh aufgestanden und in Ruhe alles fertig gemacht: Frühstück, Rennräder, Trinkflaschen und nicht zu vergessen unsere Rucksäcke 🎒

Richtig, wir fahren jetzt doch in Urlaub.

Möchte man Stonewoman oder Stoneman werden, ist das genauso wie bei Ironwoman oder Ironman. Man sollte fit sein. Beim Stoneman könnte man auch sagen fit, fitter, am fittesten. Wir haben uns als fitter eingestuft, vor allem, weil wir neben der sportlichen Challenge auch das Naturspektakel in uns aufsaugen und genießen wollen 😀 daher 2 Tage.

Morgens halb 10 in Sexten: Es geht los 😀 Da wir auf knapp 1500 Hm wohnen geht es erst mal schön runter. Vom Campingplatz über Moos, Sexten, Innichen nach Toblach.

Nach einen kurzen Stopp ca. 200 m vom Campingplatz entfernt, wo sich eine Hälfte von uns beiden doch noch wärmer anziehen wollte, kam der nächste Halt kurz nach Toblach, wo wir uns dann von Windjacke, Armlinge und Beinlinge befreiten und in den ersten Anstieg fuhren. Ein schönes Warmfahren auf den Passo Cimabanche (1530m.) 3,6 Km mit 104 Hm.

Blick vom Passo Cimabanche

Nach dem Aufstieg folgt die Abfahrt nach Cortina d‘Ampezzo. Wir streifen den Ort kurz, um dann fast direkt in den Passo Falzarego (2105m) einzusteigen. Die Auffahrt ist 16 Km lang und wir machen dabei 900 Hm. Außer ein verrückter Porscheclub aus den Niederlanden und eine Gruppe mit historischen Vespafahrern konnten wir echt geniessen. Es gab einige andere Rennradfahrer am Berg und da kann es immer mal passieren, dass die Spielen wollen. Dann geht es wirklich gut voran. Sigrid hat dann „de achtervolgers“ im Schlepptau mit hochgebracht

Oben auf dem Passo Falzarego haben wir einen Kaffee und nach etwas durchfragen auch unsere Stempelautomaten gefunden…

Die Abfahrt vom Falzarego gab schon einen guten Vorgeschmack auf das, was nach unten so möglich ist… Nach gut 11 Km ist man unten und biegt ab zum Colle Santa Lucia (1480m). Man fährt auf 2,5 Km nochmal 185 Hm, nicht lang, aber doch schon im zweistelligen Prozentsatz. Oben auf „der Kuppe“ haben wir dann kurz was gegessen. An einem Tisch waren bei zwei älteren Radfahrern noch 2 Plätzchen frei. Der optisch etwas älter wirkende erzählte uns, dass er einige Jahre in Düsseldorf gewohnt hatte und berichtete über die nicht gute Arbeit Untertage. Immer wieder nett so kurze Begegnungen. Nach einem Kaffee und einem Stück Apfelstrudel geht es dann weiter zum Passo di Giau (2233m)

Blick vom Colle Santa Lucia

Passo di Giau 9,5 Km lang und 849 Hm. Die Sonne brennt mittlerweile ganz schön und der Schweiß fließt. Der Anstieg fängt an mit einer 300 m langen Rampe, die einen sofort spüren lässt, dass man vorher auch schon was getan hat. Nach ca 2 Km trifft es dann Martin, ein Tom Dumoulin-déjà-vu. Runter vom Rad und ab ins Gebüsch, Trikot aus, Hose runter, laufen lassen und zugucken, wie die Verfolger an einem vorbeifahren. Dann wieder zurück aufs Rad und die Verfolgung wieder aufnehmen… Sch… nochmal vom Rad und die gleiche Prozedur … Etwas mehr Zeit gegönnt und wieder rauf aufs Rad. Erstmal Druck machen mit den Beinen. Ups, da bahnt sich ein Krampf an. Also wieder runter vom Rad und entspannen, Sigrid eine kurze Nachricht schreiben, dass es etwas länger dauert und dann wieder rauf aufs Rad. Jetzt die letzten 4 Km die Krämpfe unterdrücken und die Steigungsprozente ignorieren. Das funktioniert ganz gut bis man den letzten Km dann doch noch ein paar Spielkameraden sieht, die einem hochpushen zu seiner Freundin, die gefühlt seit Stunden schon oben wartet 🙃

Der Ausblick vom Pass ist atemberaubend schön, unvergesslich 😍

Die Abfahrt ist Martin dann in Nibali-Art runtergeflogen. 7 Motorräder und 2 Autos sind überholt worden. Diese Spielkameraden konnten ihm dann nicht mehr folgen. Am Ende der Abfahrt liegt dann schon wieder Cortina d´Ampezzo, wo die Dusche schon auf uns wartet 😀

Bei einem sehr üppigen 3-Gänge-Menü, mit dem wir das Personal in Staunen versetzt haben, konnten sie wohl nicht verstehen, dass 2 Hänflinge soviel Essen und haben einfach übersehen, dass wir nochmal Nachschlag haben wollten. Mit vollem Magen ging es dann ab ins „echte Bett“. Erholen für die zweite Etappe.

Gut ausgeruht und nach einem üppigen Frühstück geht es dann vom Hotel aus direkt in den Anstieg zum Passo Tre Croci (1809m). Als warming-up geht es auf 8,1 Km erstmal 575 Meter nach oben und man kann gut in sich hinein fühlen.

Warming-up absolviert, dann ein leichtes Cooling-down von knapp 2 Km, um in einem sogenannten Gegenanstieg den Col Sant Angelo zu bezwingen. Auf Passhöhe liegt auch der Misurinasee mit einem schönen Blick in Richtung der Drei Zinnen.

Bild August 2019

So… Vorgeplänkel an Tag 2 haben wir hinter uns gebracht. Ab jetzt wird es Ernst 😑 Hinter dem Misurinasee kommt der Abzweig zur Auronzohütte, Tre Cime di Lavaredo (2320 m). Auf 7,2 Km fährt man 628 Hm. Hört sich erstmal easy an, aber auf diesen 7,2 Km geht es teilweise auch noch mal runter. So kommt es, dass man auf den letzten 4 Km nur noch 12 und 13% Steigung fährt und stellenweise noch darüber. Nach Strma Reber und Monte Zoncolan erschüttert einen das nicht mehr. Oder so wie Sigrid meint: Nach den „Druckpausen“ und Krämpfen von gestern und mit der falschen Übersetzung am Rad ist das genau die Extra-Herausforderung, die Martin braucht.

Die schwierigste Stelle absolviert, geht es dann erstmal ungefähr 30 Km hinunter. Nicht steil, aber doch ganz schön schnell. Da fragt man sich, ob die Kilometer nach oben doch viel länger sind als die nach unten 😉 Unten angekommen, machen wir eine kurze Pause am See Aurozo di Cadore und stärken uns für die letzten beiden Pässe.

Direkt nach Auronzo di Cadore geht es in den Passo San Antonio (1489m). 8,5 Km lang und 683 Hm, auch hier wieder etwas verräterisch, weil zwei Teilstücke runter gehen, die Steigung liegt deshalb auch hier oft und lange über 10% und teilweise wieder bei 15%. Trotzdem kommt die Passhöhe schneller als erwartet und es liegt nur noch einer vor uns 😀

Nach einer sehr kurzen Abfahrt nach Padola biegen wir auf den Passo Monte Croce di Cormelico (1636 m) ein. Die Auffahrt ist 11 Km lang und man gewinnt nur noch 420 Hm. Da möchte man schon fast die Kette rechts legen 😂 Man kann sogar mal absteigen, um ein Bild zu machen.

Auf der Passhöhe nur noch stempeln und dann zum Campingplatz runter rollen.

Geschafft 😀

Frisch geduscht und gestärkt durch einen Kaffee und noch mal viel Wasser, fahren wir wieder zum Infopoint runter.

Da angekommen lernen wir jetzt Roland Stauder kennen. Der Roland ist ein ehemaliger Mountainbikeprofi und hat so einiges gewonnen in seiner Karriere. Wir haben mit ihm richtig nett geplaudert und ihm berichtet, dass Martin Promberger uns einiges vom Stoneman Tauristica vorgeschwärmt hat und uns so erstmal heiß gemacht hat. Wir haben uns vorgenommen, seinen Spuren in Österreich und der Schweiz (Stoneman Glaciara) weiter zu folgen 😀 Seine Idee, dass nicht die Leistung zählt sondern die Emotionen und das Naturerlebnis, können wir vollkommen bestätigen. Es war eine Challenge, aber das, was wir gesehen haben, ist eingebrannt fürs Leben. Chapeau und Dankeschön, Roland, auch für die schöne Begegnung in Sexten. Wir werden auch bei dir weiter Bericht erstatten. Die silberne Trophäe reist jetzt mit.

Interesse bei euch dann schaut doch mal vorbei: https://stoneman.it

Hoch hinaus…

Vom Lago di Cavazzo sind wir nach Sappada gefahren. Ein kleines Örtchen und für uns das Eingangstor zu den Dolomiten, ähnlich wie Iserlohn als Eingangstor zum Sauerland bezeichnet wird. Auf der Fahrt sind wir noch durch Ovaro gefahren, wo Laura und Tim ein paar Stunden zuvor zum Zoncolan abgebogen waren. Unsere Gedanken waren natürlich bei ihnen und beim Berg 😁 Der neue Campingplatz war ziemlich groß, aber wir bekamen mal wieder einen super Platz 😁 Am Nachmittag noch Einkäufe tätigen und dann mal schauen, wie es am nächsten Tag auf den Berg geht. Die Abendstimmung von Gerda aus war einfach wunderschön 😊

Am nächsten Morgen haben wir uns Zeit gelassen und nach einem gemütlichen Frühstück sind wir dann durchs Tal zum Wanderparkplatz gefahren. Nach knapp 8 Km über eine enge, kurvenreiche Straße haben wir ihn erreicht, Rucksack auf und los geht es nach einem kurzen freundlichen Gruß an den niederländischen Touristen. Da hat Martin einfach Spaß, wenn nach einem perfekten „goeiemorgen“ der Blick nochmal zum Nummernschild wandert und dann zögernd zurück gegrüßt wird 😊

MONTE PERALBA

Diesmal haben wir uns für einen Klettersteig entschieden, allerdings ging es vom Parkplatz erst noch mal eine Stunde hoch zur Hütte, um von da aus dann einsteigen zu können. Die Stunde dauerte für uns genau 32 Minuten und schon waren wir da. Wir kriegen das irgendwie einfach nicht hin, uns an die Regeln zu halten 😅 Da wir noch soviel Zeit hatten, haben wir in der Hütte noch einen Espresso getrunken. Der Wirt war wahrscheinlich genauso alt wie seine Hütte. Dafür war die Hütte aber besser in Schuss als der Wirt. Schwer humpelte er durch seine sehr gemütliche Hütte, der Espresso war perfekt. Auf den Schwarz-Weiß-Bildern an der Wand wirkte er auch schon alt oder er war seinem Großvater aus dem Gesicht geschnitten. Das haben wir aber nicht gefragt 😀 Nach dem Kaffee und Toilettengang gingen wir dann weiter zum Einstieg. Da angekommen ist ein Trio gerade los geklettert, wobei der letzte vermutlich seine erste Tour machte. Wir haben uns dann gemütlich hingesetzt und die Aussicht genossen und sind nach gut 10 Minuten auch hinauf. Ein schöner Steig ohne große Schwierigkeiten und ziemlich schnell waren wir dann schon oben. Die Aussicht vom Gipfel war einfach genial, sie ging weit nach Österreich und Italien hinein.

Sehr beeindruckend. Auf dem Gipfel unsere Stullen gegessen und dann wieder runter. Der Abstieg war am Anfang etwas schwerer als gedacht, und nach einige Kletterpassagen und einem Schneefeld kamen wir in einfacheres Gelände. Ein älterer Mann kam hoch und fragte, ob es noch viel Schnee gibt, das haben wir verneint. Wir sind weiter runter und er weiter hoch. Nach weitere 20 Minuten Abstieg treffen wir eine ältere Frau, die erst auf italienisch und dann auf französisch fragt, ob wir einen Mann getroffen haben und ob er im Auf- oder Abstieg war. Irgendwie bekommt man dann ein ungutes Gefühl, ganz so fit und trittsicher schien er uns nicht zu sein. Zum Glück waren auch die 3 Italiener noch hinter uns, die sich besser mit ihm verständigen konnten. Der Rest des Abstiegs war dann sehr unkompliziert und bei der Hütte haben wir eine super leckere Suppe gegessen, bevor es zurück zum Auto ging 😀

Traditionell haben wir jeden Abend ein Feierabendbier getrunken in der „Almhütte“ auf dem Campingplatz. Der Wirt hat uns schon schnell ins Herz geschlossen und wir hatten unseren Stammtisch 😀

Nach einem Ruhetag hatten wir uns als nächstes Ziel den Monte CRETA Forata ausgesucht. Kein Klettersteig, aber eine anspruchsvolle Bergwanderung. Nach dem Frühstück ging es direkt vom Campingplatz los und wir wollten vorher an der Rezeption kurz Bescheid geben, dass wir 2 Tage länger bleiben. Aus diesem Kurz wurde etwas über eine Stunde 😀 In dieser Stunde haben wir gewartet, dann Bescheid gekriegt, dass es organisatorisch etwas komplizierter ist, dann einen neuen Platz zugewiesen bekommen, Gerda beladen, an Bussi angekoppelt, in 4 Zügen gewendet, wieder abgekoppelt, alles installiert, um dann los stiefeln zu können. Wie früher schon mal erwähnt, wir werden immer besser 😀

MONTE CRETA FORATA

Kurz beschrieben eine anspruchsvolle Wanderung über einsame Wege, kleinere Geröllfelder, mehrere kleine Schneefelder und kurze einfache Kletterpassagen zu einem wunderschönen Gipfel. Auch hier gab es einen fantastischen Rundumblick. Die beiden Gipfel waren nicht sehr hoch, aber die Aussichten sind unvergesslich.

Wir haben uns überlegt, bevor wir abreisen und nach Sexten fahren noch einen Ruhetag einzulegen. Martin ist dann mit Rad zum Einkaufen gefahren und Sigrid hat sich ihrem neuen Hobby Wäsche waschen gewidmet. Am Nachmittag sind wir dann noch eine lockere Runde gelaufen. Martin ist vom Campingplatz aus direkt hoch zum Ort hin und überholt einen älteren Mann mit einer Kippe im Mundwinkel. Der schließt sich aber spontan bei Martin an und joggt bis zur nächsten Ecke mit 😂😂 Auch bei so einer lockeren Runde geht nichts ohne Höhenmetern: Sigrid lief 10,5 Km mit knapp 300 Hm und Martin 8 Km mit etwas über 200 Hm, jeden Tag spüren wir, wie die Kraft zunimmt und die Kondition besser wird, objektivieren tun wir alles bei Garmin 😇

Abreise nach Sexten vom Ironman zum Stoneman 😀

Der Berg ruft …

Die Giro d‘Italia startet…

Was für ein Glück: am frühen Morgen ziehen ganz dunkle Wolken auf und der Wind bläst richtig kräftig! Da braucht man noch nicht mal ein schlechtes Gewissen haben, wenn man dem Meer den Rücken zukehrt. Als wir beobachten, wie die erfahrenen Wohnmobilcamper hektisch alle wichtigen Teile wie Satellitenanlage, Markisen, Vorzelte, Gasgrill usw. abbauen und verstauen, bauen wir unsren Tisch auseinander und falten die Stühle zusammen, drehen Gas ab und ziehen den Stromstecker und fertig 😜 Erstes Ziel: Lago di Cavazzo.

Ok, wir hören euch förmlich denken: der See – een meer (niederländisch), das Meer – de zee (niederländisch), ist doch alles gleich 🤔 Stimmt, ist so gleich wie Niederländer Belgier sind (Zitat Sigrid) 😂 Wir haben es auch nur per Zufall gefunden und in der Nähe ist ein Berg. Für uns als Triathleten bedeutet so ein See in Bergnähe natürlich eine optimale Kombinationsmöglichkeit. Wir können im See schwimmen und die Berge und Täler zu Fuß oder mit den Rädern erkunden.

Schon relativ früh kommen wir an und können in aller Ruhe die Gerda auf ein schönes Plätzchen in zweiter Reihe installieren. Mittlerweile freuen wir uns sehr und loben uns immer gegenseitig, wie toll wir das alles doch hinbekommen. Das ganze Equipment wieder ausgepackt und aufgebaut, dann mal kurz zum See rüber spazieren und fühlen wie warm das Wasser ist. Warm ist aber bei diesem See deutlich übertrieben, viel mehr als 10 bis 12 Grad waren es nicht. Da darf man auch mal den Neoprenanzug anziehen. Bei einer Schwimmeinheit ist es dann aber doch geblieben. An den anderen Tagen haben wir den See nach sportlichen Aktivitäten dann als Eistonne genutzt, um die Regeneration zu beschleunigen 😀 Vielleicht kam noch dazu, dass ein Schwimmweltmeister mit üppigen Bioprenanzug uns bei unserer Schwimmeinheit davon geschwommen ist. Allerdings sah er auch aus wie ein Indianer und die kennen bekanntlich keinen Schmerz 🤕

Nach dem Schwimmen schön warm duschen und einen Kaffee genießen. Dabei beobachten wir, was so um uns herum passiert, jeder Campingplatz ist eine Lindenstraße. Am späten Nachmittag kommt ein schöner alten VOLVO 850 T5 Kombi mit gelbem Nummernschild angefahren, 2 junge Leute steigen aus und sowie bei Martin in seinen VOLVOs oder andere Autos lagen die Rennräder brav im Inneren oben auf dem Gepäck. Das macht schon sympathisch 😀 Ein freundliches Grüßen und schon hat man eine Ebene gefunden 😁

Während wir unseren Kaffee schlürfen, sagt Martin, der Berg macht mich unruhig 😇 Obwohl die falsche Übersetzung am Rad montiert ist, kann man den nicht einfach den Berg sein lassen. Da WILL man dann hoch. Sigrid die genauso fühlt und denkt, wird dann nicht dagegen sprechen 😁 Also am nächsten Tag wird er in Angriff genommen 😇

Monte Zoncolan

Gefürchtet von den Radprofis, öfter mal Teil der Giro d‘Italia, sagenumwoben. Das möchte man selber erfahren. Morgens halb 8 steigen wir auf die Räder, damit wir vor der großen Hitze oben sind. Am Fuße des Berges noch ein Espresso und dann geht es rauf 😁 Bei der erste Rampe im Ort weiß man es eigentlich schon, es wird hart. Die folgenden Kilometer sind zwar etwas einfacher, wir sind in Sutrio gestartet, aber ab Kilometer 8 kommen dann die steilen Rampen und man fragt sich, ob man gleich umkippt, weil das Rad sich nicht mehr bewegt… wir schaffen es natürlich trotzdem und happy über die Leistung und die wunderschöne Sicht tut direkt nichts mehr weh …

Neben der Übersetzung hatte Martin noch ein Zusatzgewicht, war aber ganz erleichtert als er dann sein Idol am Wegesrand gesehen hat…

Am nächsten Tag sind wir dann nur ein Stück gewandert. Es war ein interessanter Tag, die Wanderung war nicht so, wie wir gedacht hatten und wir sind vom Weg abgekommen, off-road durch Sträucher und Büsche wieder raufgeklettert. Zum Abendessen sind wir auf die MTB‘s gestiegen und 3,5 Kilometer zum Restaurant gefahren. Da angekommen verstehen wir erstmal nicht, was die Kellnerin uns erzählt. Sie bemerkt dann nach 5 Minuten, dass wir kein italienisch verstehen und auf englisch geht es natürlich besser 😁 Wir setzen uns hin, bestellen ein Bier und fragen nach der Karte. Da bekommen wir ihre Geschichte erzählt, über ihr Restaurant, COVID-19 usw. In einem kurzen Satz erzählt: die Küche ist zu 😉 Sie ist aber wirklich sehr lieb und nett und erzählt, wo wir noch hinfahren können. Da haben wir dann doch noch was bekommen 😁

Kurzfristig haben wir uns entschieden am Montag schon weiter Richtung Dolomiten zu fahren. Martin konnte Laura und Tim noch eine gute Fahrt auf den Monte Zoncolan wünschen und wir machten uns nach dem Frühstück abfahrtbereit. Bevor wir losgefahren sind, noch ein kleines Briefchen an den VOLVO der beiden gepackt. Wir haben uns dann sehr gefreut, als Sie uns per E-Mail über ihre Erlebnisse am Berg berichteten 🏔 Chapeau für die Zwei, aber insbesondere für Laura, die vorher noch keinem Pass gefahren war. Fazit von Tim: wenn man diesen schafft, sind alle anderen einfacher 😁

Für uns geht es in unsere gefühlte Heimat: DOLOMITEN

MEHR MEERTAGE

Unser aussichtsreicher Campingplatz

Fangen wir mal direkt mit dem Fazit an: Es war schön, aber länger als 3 Tage brauchen WIR es nicht 😎

Nach mehr als 4 Wochen durch Deutschland, Österreich und Slowenien peilen wir die italienische Adriaküste an. 4 Wochen, in denen wir immer auf kleinen familiären Campingplätzen waren. Und bei Ankunft in Sistiana merken wir sofort, hier weht der Wind anders. Die Meeresbrise entgegnet einem sachlich und kühl, es wird vorschriftsmäßig erstmal Temperatur gemessen, eine COVID-19 Liste runtergeleiert, der Ausweis einbehalten und der Ton ist zwar freundlich, aber gleichzeitig bestimmend 🤔 Den Platz dürfen wir selber aussuchen, da haben wir dann auch einen super Platz, schön schattig unter Bäumen, ergattert 😀 Nachdem wir alles aufgebaut und installiert haben – für uns bedeutet das: Stühle und Hängematte, Tisch, Gas und Strom – können wir erstmal einen Kaffee genießen 😊 und beobachten wie die anderen neuen Wohnmobilgäste die nächsten 2 Stunden aufbauen und installieren. Immer wieder schön zu sehen, was man alles braucht auf dem Campingplatz 😁 Gleichzeitig entstehen so die ersten Kontakte und man weiß schon sehr schnell, dass der eine Nachbar ab diesem Tag seinen ersten Rententag genießt oder ein anderer ganz großzügig meint, während wir unseren Tisch in den Schatten stellen, wir könnten den gerne stehen lassen 😁 er stört nicht 😂 Nach dem Käffchen dann mal zu Fuß die Gegend erkunden.

Wir machen einen kleinen Spaziergang und stellen fest, dass wir direkt am Klaus-Maria-Rilke-Wanderweg wohnen. Einen Weg, den er immer genutzt hat, um zu der nächsten Burg zu kommen, die dem Geschlecht von Thurn und Taxis gehörte. Wie wir später feststellen, Xavier Nadoo, war zur Inspiration bestimmt auch mal da 😇

Dieser Weg ……

Direkt neben dem Campingplatz ist das Tourismusbüro und direkt dahinter führt ein Pfad runter zum Meer. Auf den ersten Blick sieht der Weg aus, als ob man ihn nicht mehr benutzt. Das hält uns natürlich nicht davon ab und unbeschwert laufen wir runter. Nach einigen hunderten Metern stellen wir fest, er wird schon noch benutzt. Die Dorfjugend hängt hier ab und kifft und es werden Tabletten 💊 verteilt 🤔 Spannend, wo man so hingelangt. Unten angekommen inspizieren wir den ganzen Badeabschnitt, der – wie üblich in Italien – nicht frei zugänglich ist. Außer direkt am Hafen, wo die Armen oder Geizigen verweilen, wir sind irgendwie auch da hängen geblieben 😊

Den nächsten Tag schön aufs geliebte Rennrad, Kilometer machen ohne Höhenmeter. Haben bei Komoot eine schöne Tour gefunden, allerdings denken wir, dass der Rennradfahrer diese Tour am Sonntagmorgen um 6 Uhr startet. Wir sind kurz nach 7 Uhr los und in der Woche fahren natürlich die Menschen da zur Arbeit. Der italienische Auto- oder LKW-Fahrer übt sich permanent darin, maximal 10 bis 30 cm Abstand zu halten. Das fühlt sich für den Radfahrer sehr eng an 🤔 Die Strecke war wunderschön 😊 Auf halben Weg einen Kaffee und ein paar Brioche und weiter geht es, mittlerweile bei Temperaturen bis 38 Grad 😅 Da schwitzen wir doch ein wenig 😎 und müssen sogar noch mal Wasser kaufen, um die Flaschen nachzufüllen. Die Ausblicke so wunderschön, die Dörfer malerisch und sogar noch etwas geschichtliches entdecken. Alles war drin 😊

Nach soviel Sport und Natur war es mal wieder an der Zeit, etwas kulturelles zu unternehmen, in Italien natürlich gar kein Problem. Und Triest hat geschichtlich einiges zu bieten, allein schon durch ihre strategisch wichtige Lage. Interessant natürlich auch durch den häufigen „Besitzerwechsel“, die diese Stadt dann auch prägen. Obwohl die Stadt noch nicht wirklich lange italienisch ist, fühlte es sich für uns jetzt richtig nach Italien an. Die Piazze, die wunderschönen Gebäude, die Canale, Espresso im Straßencafé, die schöne Melodie der Sprache und pranziamo am Hafen.

Ganz ohne sportliche Bewegung geht es an so einem Tag natürlich auch nicht, deshalb sind wir schön durch Wald und Wiese mit den MTB‘s nach Triest gefahren 😅

Die ersten beiden Tagen sind wir zum Meer runter gefahren und Martin ist schön entspannt im Meer raus geschwommen, Sigrid hat sich am ersten Tag einen Zeh und Finger angeritzt und am zweiten Tag den Oberschenkel. Deshalb haben wir am dritten Tag mal den Pool ausprobiert. Die Bahnen waren schön gerade, es gab keine scharfen Steine, keine Fische oder Strömung: da blieb sie dann unverletzt 😊 Hier schmeißt sie für Pia einen Stein ins Meer 😅

Tag 1…

Bevor wir diesen Beitrag beenden, möchten wir noch einen grünen Gruß vom italienischen Gärtnermeister Petrini weiterleiten, die italienische Frau liebt Blumen 💐

Übrigens wir wissen nicht wie es bei euch aussieht, aber wir sind daran vorbei …

Jetzt heißt es ab in „unsere Berge“…

Godetevi la dolce vita…

Von langer Hand geplant …

Die Spurensuche in Kärnten und Slowenien war sehr erfolgreich, und als erfolgreiche Tatortreiniger im Nebenjob haben wir alle Spuren beseitigt. Somit können Frank, Ilka und die Kinder, aber auch Doris und Andreas wieder ganz entspannt nachreisen 😇

An einem Radpflege- und Erholungstag wird nur ein wenig im See geschwommen. Sigrid denkt, sie wird ein wenig im Wasser planschen, aber Martin hat seit dem morgendlichen Spaziergang schon eine Idee im Kopf, welche Bojen man mal so anschwimmen könnte 😇 Wie Kommissar Schneider zu sagen pflegt: „Es war vor langer Hand geplant“. Vom gedachten Planschen lässt sie sich mitziehen in eine Schwimmtrainingseinheit. Dies hat zur Folge, dass wir uns doch ein Feierabendbier verdient haben 😀

Nach dem Duschen ab zur Seebar und etwas trinken

Während wir uns am Bier vergnügen, setzen sich eine Mutter und 2 Jungs neben uns 😀 Die Mutti trägt ein Radtrikot mit Aufschrift „Strma Reeber“ 💪🏻 Die kann man doch mal anquatschen, denkt sich Martin und zeigt ihr unsere Bilder vom Berg 🏔 Da kommt sie sofort ins quasseln und erzählt uns die Geschichte vom Berg. Erklärt uns, dass Strmo Rebra steile Rippe bedeutet auf Slowenisch. Sie berichtet, seit wann es die Passstraße gibt und wieso sie gebaut wurde. Mittlerweile gibt es einmal im Jahr eine Art RTF, die da hochfährt. Interessant war natürlich auch, dass ihr Mann Mitinhaber ist vom lokalen MTB-Park. Da hätten wir gerne nochmal ein paar Abfahrten gemacht. Leider hat es in der Nacht so geregnet, dass wir uns das erstmal geklemmt haben und dem schönen Wetter nachgereist sind ins Vipava-Tal. Eine kurze Fahrt mit Bussi und Gerda und schon waren wir umgeben von Bergen, Sonne und Hitze…

Bei Ankunft auf dem Campingplatz war Martin auf einmal sehr klar: er wird erstmal für ein paar Tage verschwinden 🤔 Wie üblich beim einchecken, muss man den Ausweis vorlegen. Beim Anblick des niederländischen Ausweises, meinte die Dame an der Rezeption, dass die Niederlande auf der Liste stehen von „unerwünschten Gästen“. Da machte Sie den Vorschlag, um jegliche unangenehme Fragen zu vermeiden, Martin einfach nicht zu melden. Sie hätte ihn nie gesehen und würde ihn auch nie sehen 😉 Da hat er dann abends unsichtbar, doppelt so viele Bierchen getrunken 😜 Es kriegte sowieso keiner mit 😁 Nach dem in glühender Hitze 4 Km langen Spaziergang zum einkaufen, gespickt mit knappen 200 Hm, sind wir am Abend mit dem Bussi runter gefahren, um die slowenische Haute Cuisine zu testen. Die Region Vipava ist bekannt für den guten Wein und gutes Essen 🍽 Unbedarft haben wir ein Plätzchen gefunden in einem kleinen Restaurant, schön am Wasser gelegen, richtig romantisch 😍 Wir haben uns dann vom Haus einfach überraschen lassen und jeden Gang mit dem dazugehörigen Wein genossen. Es war einfach köstlich 😋

Nach einer relativ kurzen Nacht sind wir den nächsten Morgen schon um 6 Uhr auf dem Weg zum Klettersteig. Ein Sabbatical kennt keine Wochenenden oder Urlaub, nicht dass ihr glaubt, wir entspannen uns nur. Das ist alles harte Arbeit 😉 Nach ca 30 Minuten Wanderung erreichten wir den Klettersteig. Zum Glück konnten wir 2 Klettersteige mühelos kombinieren und haben richtig unseren Spaß gehabt.

So gegen 11 Uhr waren wir wieder bei Gerda und haben uns den Rest des Tages ein wenig ausgeruht, wobei wir verschiedene Varianten ausprobiert haben…

Nach so guter Erholung, konnten wir den nächsten Tag sehr gut auf unseren MTB‘s steigen. Natürlich wieder zusammen mit den early birds, damit wir vor der großen Hitze wieder zurück sein können. Wir haben eine schöne Route im Netz gefunden und sind fröhlich losgefahren. Erst ein wenig Straße, dann abgebogen in den Wald 🌳 und sofort abgestiegen und geschoben, sogar Martin hat erst gar keine Experimente gemacht. Ob da die Erfahrungen aus Südtirol eine Rolle spielen❓ Wieder zurück auf der Straße, bemerkt Sigrid, dass ihre Vorderbremse keinen Druck aufbaut. Nach ein paar Hundert Meter und einigen Höhenmetern beratschlagen wir und entscheiden, wieder zurückzufahren und uns um einen Radmechaniker zu kümmern. Also Return 😎 Nach der dritte Kurve und einiges an Tiefenmetern dreht sich Martin um, um zu gucken, ob Sigrid folgt, sie folgt und winkt… oh oh, was bedeutet das❓ Kurz zurück zu ihr hochgefahren, da erzählt Sie, dass sowas öfter passiert, nachdem Sie das Vorderrad rausgenommen hat und es sich von alleine wieder behebt‼️ Sowie auch jetzt 😇 Alles wieder okay, also wieder hoch und weiter. Insgesamt eine harte Tour mit vielen Höhenmetern auf relativ wenigen Kilometer. Trotzdem sehr, sehr schön. Kurze Pause für einen Kaffee, frisch aufgebrüht von der jungen Gastwirtin. Da muss sie wohl noch etwas üben, die Zähne hingen danach so voll wie nach einem guten Mokka 🤔

Nach der Tour, eine leckeren slowenische Jota mit Mettwurst unten im Tal gegessen und dann die letzen 1,2 Km und 170 Hm rauf zu unserer Geliebten Gerda 😉

Am Folgetag war Reisetag. Es heißt so schön: „ MAN BRAUCHT INSGESAMT MEHR MEERTAGE“

Wir haben es mal getestet und sind uns mal wieder See einig, WIR NICHT 😎. Trotzdem waren es 3 sehr schöne Tage, immer wieder gespickt mit kleinen netten Geschichten 😉

Spurensicherung…

Eine Fahrt ins Unbekannte. Slowenien kennen wir beiden bis jetzt noch gar nicht. Nach einer herzlichen Verabschiedung vom Patron und einem kurzen Austausch mit Doris und Andreas startet die Fahrt. Läuft alles wie am Schnürchen bis zur Mautstelle für den Karawankentunnel. Da steht alles still 🤔 Aber Martin steigt mal aus und checkt die Lage. Alles nur halb so schlimm, die Autos werden blockweise durchgelassen. In einem kurzen Gespräch mit einer älteren Dame aus Holland berichtete sie, dass Niederländer und Belgier nicht erwünscht sind in Slowenien in Folge des Coronavirus’. Da waren wir mal gespannt 😇 was passiert. Die Zollbeamten aber nicht, die haben einfach fleißig durchgewinkt 🥱 Schnell noch eine Pipi-Pause und slowenische Vignette kaufen und weiter geht es. Alles nach den Regeln und wir stolz wie Bolle, wie gut wir das doch alles managen 😀 Die Weiterfahrt ist sehr unkompliziert, Ruck-Zuck sind wir am Campingplatz in Bled.

Am Campingplatz angekommen, erstmal anmelden. Wo parken wir denn? Da kein richtiger Platz vorhanden war, mussten wir dann mal unpopulär direkt vor dem Schlagbaum stehen. Da lernen andere Campinggäste Geduld üben 😇 Angemeldet und unter bösen, erleichterten oder einfach von uns schwer einzuschätzenden Blicken fahren wir zu unserem Platz. Erstmal alles einrichten und nach dem Abendessen noch ein Bierchen am See. Obwohl alles voll war, haben wir den besten Platz am See ergattert 😇

Den nächsten Tag haben wir uns um den Haushalt gekümmert, sehr unspektakulär die Wäsche gemacht und eingekauft. Allerdings haben wir festgestellt, es gibt alles was das Herz begehrt: Lidl, Aldi, Spar und sogar OBI ist vertreten 😜 Noch eine kleine Stärkung am See im Café 2000, wobei wir die ersten Versuche in slowenischer Sprache gemacht haben 😁 Immer etwas gefährlich, wenn man Laute und Melodie eines einzelnen Wortes ziemlich Landessprache-getreu äußert, aber auf eine Rückfrage gucken muss wie ein Schaf, weil man nichts verstehen kann. Am Nachmittag noch eine schöne Schwimmeinheit im See unter bewundernden Blicken der anderen Badegäste. Wir glauben, es lag eher an unseren Ironmanbadekappen als an unseren hervorragenden Schwimmleistungen.

Nachdem wir beim Schwimmen die Spuren von Frank Wenninghof bis kurz vor der Insel verfolgen konnten, waren sie wahrscheinlich durch die vielen touristischen Bootsfahrten und die Ruderer vor der Insel selber nicht mehr auffindbar. So sind wir zurück gekehrt zum Ufer.

Den nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden, um direkt nach dem Frühstück erstmal ein Stückchen mit dem Auto zu fahren und unsere Radtour zu starten. Startpunkt war in Kranjska Gora. Genau pünktlich zu unsere Anreise machte da das Tourismusbüro auf, somit konnten wir überflüssigen Ballast noch loswerden. Als Dankeschön haben wir bei denen noch einen Kaffee getrunken und schon ging es los auf eine wunderschöne Tour 😀

Wir sind über zwei Pässe gefahren und dazwischen lag ein wunderschönes Tal. Im Soča-Tal konnten wir die noch recht frischen Spuren von Doris und Andreas erkennen 💪🏻

Spannend war auch das kleine italienische Örtchen, Cave del Predil, wo uns unsere Ruhrpottheimat einholte.

Mittwoch sind wir dann wieder weiter gereist, nachdem Martin vor dem Frühstück noch geschwommen ist. Schön einschwimmen und dann, weil es so einfach ist, an den Bahnenleinen des Ruderverbandes entlang. Das wurde aber recht fix unterbrochen, da gerade früh morgens die Mannschaften trainieren. Nach einem kurzen Gespräch in englischer Sprache ist er dann aus der Gefahrenzone geschwommen und am Ufer entlang wieder zurück. Dies hatte zur Folge, dass er einen schönen Blick auf die Fischwelt bekam 😀

Nachdem wir gefrühstückt haben, sind wir über Landstraßen gen Süden gefahren. Wir sind bewusst daher gefahren, da wir durch ein Gespräch unter den Nachbarn bemerkt haben, dass unsere Vignette leider nicht die richtige ist 😉

Kocevje ist jetzt unser Zuhause. Ein kleiner Campingplatz, etwa 100 Meter vom See. Nachdem wir Bussi und Gerda ordnungsgemäß abgestellt hatten, genießen wir erstmal einen Kaffee am See. Als Martin einen Kaffee bestellt, guckte das junge Mädel wie ein Hase vor der Schlange und war total verunsichert. Zum Glück gibt es immer nette Menschen und ein anderen Gast hat uns bei der Bestellung geholfen 😀 Vor dem Abendessen noch mal den See auf Schwimmtauglichkeit getestet und für gut befunden 😎

Abendessen haben wir in einer kleine Pizzeria genossen. Immer wieder spannend, wenn man eine Speisekarte bekommt und auf den ersten Blick zwar lesen kann, aber nicht wirklich versteht. Die Pizzen waren aber super lecker 😋

Der eigentliche Grund, dass wir hierher gekommen sind, ist ein Pass! Auf die Spuren vom Tourmagazin und Slowenien-Rundfahrt haben wir den am Donnerstag in Angriff genommen. Eine wunderschöne Anfahrt über eine hügelige Landstraße und entlang der slowenisch-kroatischen Grenze, einfach märchenhaft 😀

Nach dieser märchenhaften Anfahrt, kamen wir auf die Spuren von „Quäl dich du Sau“. Die ersten kleinen Rampen hatten schon bis zu 25% Steigung, nach 3 Km kommt eine Kurve und ab da geht es in den eigentlichen Pass hinein. Zur großen Freude ist die erste Beschilderung ein Hinweis, dass die nächsten 4 Km nur 14% ansteigen 💪🏻 Zur Erholung hat man 18 Haarnadelkurven eingebaut und somit lässt sich alles bis zum Passhöhe gut bewältigen 😎

Der Rest der Tour war dann fast nur noch runter fahren und dann ein Feierabend Bier genießen 😊

Heute ist Radpflege angesagt 😀

Kärnten… ein Schloss am Keutschachersee

Turmzimmerblick

Nach Salzburg kommt Kärnten, das war schon immer so…

Eine entspannte Fahrt über die schön leere österreichische Autobahn führte uns nach Plescherken am Keutschacher See. Ein wunderbares Fleckchen Erde. Bei Ankunft haben wir sofort gespürt: hier herrscht Entspannung pur! Die Sonne schien, der Campingplatzpatron war sehr freundlich und hat uns geholfen, die Gerda auf den besten Platz zu rangieren, alles easy 😀 Als wir noch – ein wenig unerfahren wie wir sind – herum hampelten, kam schon ein „hilfsbereiter“ Dauercamper angerannt. Wir wussten natürlich nicht, dass das der Blockwart war. Statt tatkräftig anzupacken, wies er uns nur daraufhin, dass Gerda nicht konform mit den anderen in Reih und Glied stand. Da haben wir ihm ein charmantes Lächeln gegönnt und weiter herum gehampelt 😇 Nach knapp 2 Minuten kam der Patron, entschuldigte sich ein paar mal und gemeinsam haben wir die Gerda schön ordentlich eingereiht 😂

Das Freiwasser hat dann direkt eingeladen zur ersten Schwimmeinheit in 2020.

Nach einem leckerem Essen zuhause haben wir dann den Abend gebührend ausklingen lassen 👩‍❤️‍👨

Den nächsten Tag haben wir genutzt für ein wenig Körperpflege: Sigrid beim Friseur und Martin beim HNO, einmal die Ohren säubern. Zusätzlich haben wir uns noch eingedeckt für unsere Klettersteig-Touren und ein Knöllchen bekommen wegen Fälschung unsere Parkscheibeeinstellung 😇 Abends BVB-Rudelgucken.

Wie man sieht, war das Spiel nicht wirklich fesselnd

Klettersteig am Hochstuhl. Wie immer gut ausgestattet sind wir morgens früh erstmal ein Stück mit dem Auto gefahren, um am Wanderparkplatz anfangen zu können. Da wir beiden immer der Meinung sind, es könnte uns am Ende doch zu wenig sein, haben wir den weitest entfernten gewählt. Knapp 2 Km und 100 Hm entfernt von den anderen Parkplätzen und dem Einstieg der Tour.

Angefangen über schöne und einfache Wanderwege kamen wir nach einer guten Dreiviertel Stunde an ein Geröllfeld, wo es dann richtig losging 💪🏻 Ab da nochmal 3 Stunden Geröll und Klettern bis wir oben angekommen waren. Durch die Sonne und die Kletterarbeiten sind wir schön ins schwitzen gekommen. Am Gipfel war es dann aber doch schön frisch, dafür aber auch schön einsam.

Der Abstieg war mit deutlich weniger Kletterpassagen dafür mit viel Geröll und sehr steilen Abschnitten nicht weniger schwierig. Nach einer Stärkung in der Klagenfurter Hütte, einer sehr leckeren Leberknödelsuppe, ging es dann nochmal 5 Km und ca 700 Tiefenmeter zurück zum Auto 🚙

Das Abendessen war dann eine super Jausenplatte bei Mothe 😀 Zur Aufheiterung der etwas beleibten Tischnachbarn reichte uns eine Platte nicht. Gesprächig und lustig waren unsere beleibten Tischgäste auf alle Fälle und somit sind wir jetzt aufgeklärt über die unterschiedlichen Arten der Österreicher 😁 und wissen auch schon über die Campingmafia in Kroatien Bescheid, allerdings noch nicht, ob das außer FKK-Campingplätze auch die anderen betrifft.

Nach Jausenplatte und Bier gab es noch einen guten Schnaps

Den nächsten Tag haben wir uns der Ironman Klagenfurt Radstrecke gewidmet. Eine landschaftlich wunderschöne Strecke gespickt mit ein paar Höhenmetern.

Den Samstag sind wir getrennte Wege gegangen, auch das passiert sogar in einer symbiotischen Beziehung 😉 Sigrid ist den Pyramidenkogel rauf gerannt und Martin inklusive warming-up Runde mit dem Rennrad rauf gefahren. Wie schon mal erwähnt sind wir ein bisschen komisch im Kopf 😉 Als Martin schon ein Teil in der Steigung war, bemerkt er, dass der Tacho nicht mitläuft. Also nochmal zurück runter und ordnungsgemäß Tacho einschalten und hoch 😀

Beim Feierabendbier haben wir Doris und Andreas kennengelernt, die gerade aus Slowenien zurück gekommen sind. Mit den beiden haben wir über Gott und die Welt philosophiert und für die nächsten Tage haben Sie uns mit Tipps versorgt 😀

Auf den Spuren von Frank Wenninghof geht es jetzt erstmal weiter …

Planlos…

„Kein Plan ist auch ein Plan“ ist ein schönes Motto, aber es schränkt auch wieder enorm ein! Nach einem gesunden Frühstück (Porridge mit frischem Obst) überfällt uns der Gedanke: wir sind jetzt gar nicht in der Lage, flexibel zu reagieren. Agieren ergibt reagieren, aber wir agieren so gesehen gar nicht 🤔 Also gibt es auch kein Reagieren 🤭Hmmm da haben wir ein richtiges (zumindest philosophisches) Problem. Oder auch nicht 😇…

Nachdem wir die Idee „Bodensee“ ersetzt haben durch Slovenië, haben wir uns eine Route überlegt, die an Salzburg entlang führt und wir uns endlich nach 2 Jahren mal wieder mit – wie die Österreicher es zu sagen pflegen – Promberger Martin treffen können. Gesagt getan, am Sonntag haben wir schon mal Martin informiert, dass wir einen Top Radmechaniker brauchen 😀 Hilfsbereit hat der dann Sonntagabend alles in die Wege geleitet und wir konnten Montag bei Prinzbike vorbeischauen 💪🏻 Ein total schöner und interessanter Laden, Kombi aus Fahrradgeschäft und Café. Ob da unsere Dortmunder Edelhelfer noch einen Schritt wagen? Neben einem sehr leckeren Kaffee und selbstgebackenem Apfelstrudel, gab es eine kompetente Beratung von Mario. Und seine Mechaniker haben das Rad wieder geräuscharm gemacht 😀

Während die Mannschaft sich ums Rad kümmern, machen wir einen kleinen Spaziergang durch den Regen und sehen wie ein älteres Pärchen versucht, eine Palette in einen LKW zu schieben. Sie bekommen es nicht hin und da schreiten wir dann als „die Edelhelfer“ ein. Mit vereinten Kräften und einiges an Überlegungen schaffen wir es zu viert ohne große Verletzungen, die Palette in den 🚛 zu schieben. Ein bisschen quatschen noch mit der Oma und schon ist das Rad fertig und fahren wir zum Campingplatz in Salzburg.

Dauerregen in Salzburg. Nach dem heutigen Tag glaube ich, dass die Bilder, die Martin mir in den letzten 3 Jahren geschickt hat, alle gephotoshopt sind 😂😂😂 Das haben wir dann abends beim Bier im Müllner Bräu mal durchgesprochen! Es war sooooo ein schöner Abend und es ist immer wieder erstaunlich, dass es Menschen gibt, die einem in so kurzer Zeit so sehr ans Herz wachsen. Diesmal eine kurze Stippvisite, aber mit dem Versprechen, zurück zu kommen, wenn die Bilder kein Photoshop brauchen und dann viele gemeinsame Touren zu machen.