Spurensicherung…

Eine Fahrt ins Unbekannte. Slowenien kennen wir beiden bis jetzt noch gar nicht. Nach einer herzlichen Verabschiedung vom Patron und einem kurzen Austausch mit Doris und Andreas startet die Fahrt. Läuft alles wie am Schnürchen bis zur Mautstelle für den Karawankentunnel. Da steht alles still 🤔 Aber Martin steigt mal aus und checkt die Lage. Alles nur halb so schlimm, die Autos werden blockweise durchgelassen. In einem kurzen Gespräch mit einer älteren Dame aus Holland berichtete sie, dass Niederländer und Belgier nicht erwünscht sind in Slowenien in Folge des Coronavirus’. Da waren wir mal gespannt 😇 was passiert. Die Zollbeamten aber nicht, die haben einfach fleißig durchgewinkt 🥱 Schnell noch eine Pipi-Pause und slowenische Vignette kaufen und weiter geht es. Alles nach den Regeln und wir stolz wie Bolle, wie gut wir das doch alles managen 😀 Die Weiterfahrt ist sehr unkompliziert, Ruck-Zuck sind wir am Campingplatz in Bled.

Am Campingplatz angekommen, erstmal anmelden. Wo parken wir denn? Da kein richtiger Platz vorhanden war, mussten wir dann mal unpopulär direkt vor dem Schlagbaum stehen. Da lernen andere Campinggäste Geduld üben 😇 Angemeldet und unter bösen, erleichterten oder einfach von uns schwer einzuschätzenden Blicken fahren wir zu unserem Platz. Erstmal alles einrichten und nach dem Abendessen noch ein Bierchen am See. Obwohl alles voll war, haben wir den besten Platz am See ergattert 😇

Den nächsten Tag haben wir uns um den Haushalt gekümmert, sehr unspektakulär die Wäsche gemacht und eingekauft. Allerdings haben wir festgestellt, es gibt alles was das Herz begehrt: Lidl, Aldi, Spar und sogar OBI ist vertreten 😜 Noch eine kleine Stärkung am See im Café 2000, wobei wir die ersten Versuche in slowenischer Sprache gemacht haben 😁 Immer etwas gefährlich, wenn man Laute und Melodie eines einzelnen Wortes ziemlich Landessprache-getreu äußert, aber auf eine Rückfrage gucken muss wie ein Schaf, weil man nichts verstehen kann. Am Nachmittag noch eine schöne Schwimmeinheit im See unter bewundernden Blicken der anderen Badegäste. Wir glauben, es lag eher an unseren Ironmanbadekappen als an unseren hervorragenden Schwimmleistungen.

Nachdem wir beim Schwimmen die Spuren von Frank Wenninghof bis kurz vor der Insel verfolgen konnten, waren sie wahrscheinlich durch die vielen touristischen Bootsfahrten und die Ruderer vor der Insel selber nicht mehr auffindbar. So sind wir zurück gekehrt zum Ufer.

Den nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden, um direkt nach dem Frühstück erstmal ein Stückchen mit dem Auto zu fahren und unsere Radtour zu starten. Startpunkt war in Kranjska Gora. Genau pünktlich zu unsere Anreise machte da das Tourismusbüro auf, somit konnten wir überflüssigen Ballast noch loswerden. Als Dankeschön haben wir bei denen noch einen Kaffee getrunken und schon ging es los auf eine wunderschöne Tour 😀

Wir sind über zwei Pässe gefahren und dazwischen lag ein wunderschönes Tal. Im Soča-Tal konnten wir die noch recht frischen Spuren von Doris und Andreas erkennen 💪🏻

Spannend war auch das kleine italienische Örtchen, Cave del Predil, wo uns unsere Ruhrpottheimat einholte.

Mittwoch sind wir dann wieder weiter gereist, nachdem Martin vor dem Frühstück noch geschwommen ist. Schön einschwimmen und dann, weil es so einfach ist, an den Bahnenleinen des Ruderverbandes entlang. Das wurde aber recht fix unterbrochen, da gerade früh morgens die Mannschaften trainieren. Nach einem kurzen Gespräch in englischer Sprache ist er dann aus der Gefahrenzone geschwommen und am Ufer entlang wieder zurück. Dies hatte zur Folge, dass er einen schönen Blick auf die Fischwelt bekam 😀

Nachdem wir gefrühstückt haben, sind wir über Landstraßen gen Süden gefahren. Wir sind bewusst daher gefahren, da wir durch ein Gespräch unter den Nachbarn bemerkt haben, dass unsere Vignette leider nicht die richtige ist 😉

Kocevje ist jetzt unser Zuhause. Ein kleiner Campingplatz, etwa 100 Meter vom See. Nachdem wir Bussi und Gerda ordnungsgemäß abgestellt hatten, genießen wir erstmal einen Kaffee am See. Als Martin einen Kaffee bestellt, guckte das junge Mädel wie ein Hase vor der Schlange und war total verunsichert. Zum Glück gibt es immer nette Menschen und ein anderen Gast hat uns bei der Bestellung geholfen 😀 Vor dem Abendessen noch mal den See auf Schwimmtauglichkeit getestet und für gut befunden 😎

Abendessen haben wir in einer kleine Pizzeria genossen. Immer wieder spannend, wenn man eine Speisekarte bekommt und auf den ersten Blick zwar lesen kann, aber nicht wirklich versteht. Die Pizzen waren aber super lecker 😋

Der eigentliche Grund, dass wir hierher gekommen sind, ist ein Pass! Auf die Spuren vom Tourmagazin und Slowenien-Rundfahrt haben wir den am Donnerstag in Angriff genommen. Eine wunderschöne Anfahrt über eine hügelige Landstraße und entlang der slowenisch-kroatischen Grenze, einfach märchenhaft 😀

Nach dieser märchenhaften Anfahrt, kamen wir auf die Spuren von „Quäl dich du Sau“. Die ersten kleinen Rampen hatten schon bis zu 25% Steigung, nach 3 Km kommt eine Kurve und ab da geht es in den eigentlichen Pass hinein. Zur großen Freude ist die erste Beschilderung ein Hinweis, dass die nächsten 4 Km nur 14% ansteigen 💪🏻 Zur Erholung hat man 18 Haarnadelkurven eingebaut und somit lässt sich alles bis zum Passhöhe gut bewältigen 😎

Der Rest der Tour war dann fast nur noch runter fahren und dann ein Feierabend Bier genießen 😊

Heute ist Radpflege angesagt 😀

3 Kommentare zu „Spurensicherung…

  1. Ihr seid zu beneiden. Für mich geht´s am 16.Juli los. Genießt die guten slowenischen Radwege, Steigungen und vor allem das gute Bier;-)

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