
Die Lienz-Trainingseinheiten absolviert, schöne Menschenstudien auf dem Campingplatz durchgeführt, gestärkt durch ein gesundes Frühstück und Kaffee machen wir uns auf den Weg. Eine für uns lange Strecke liegt vor uns. Bis jetzt haben wir immer Etappen, die zwischen 80 und 125 Km lang waren, gemacht. Heute standen 225 Km auf dem Programm und nachmittags wollen wir noch bei Prinzbike vorbeischauen. Aber wir haben Zeit 😇 Gemütlich fahren wir los, die Sonne scheint, was soll uns schon stoppen ✋
Tempomat auf 90 Km/h, es läuft gemütlich. Dann ein Hinweis auf eine Kreuzung und 70 Km/h Schild, kurz die Bremse angetippt und jawoll, der Mann, der uns stoppen kann, winkt schon: Herr Oberkommissar. Ein freundlicher, leicht untersetzter Mann möchte gerne unsere Papiere sehen. Wir plaudern ein wenig über den nahegelegenen Weißensee, unser Sabatticaljahr und, dass wir doch soviel Zeit haben, sodass wir gar nicht schnell fahren brauchen. Das Gesamtpaket hat ihn dann dazu bewegt, uns die Minimalstrafe von 20€ aufzubrummen. Da haben wir natürlich sofort zugestimmt und bezahlt. Der Herr Oberkommissar verabschiedete sich dann freundlich, wünschte uns eine schöne Zeit in Salzburg und hoffte, uns auf dem Rückweg wieder zu sehen 😇
Die weitere Fahrt verlief dann gut außer ein kurzes Stop and Go wegen Felsarbeiten. Am frühen Nachmittag waren wir schon auf dem Campingplatz in Salzburg. Bei unserem ersten Aufenthalt hat es nur geregnet, jetzt schien die Sonne und es wirkte sofort ganz anders. Bei der Rezeption kurz einen Gruß bestellt von Frühwirt Gerd und die Dame strahlte fast noch mehr als die Sonne.
Wie immer und das auch immer schneller, Gerda installiert und ab zu Prinzbike. Die neuen Kettenblätter für Martin sind da. Ein schönes internationales Zusammenspiel: Prinzbike-Mario hatte ein 50er Rotorblatt besorgt, Edelhelfer Roman hatte ein 36er Rotorblatt organisiert und es postwendend nach Salzburg geschickt. Wie schön, so Menschen zu kennen und wir bedanken uns nochmal herzlich bei den Beiden für die unkonventionelle und unkomplizierte Hilfe. Natürlich auch bei den beiden kompetenten Mechanikern von Prinzbike.

Abends dann Treffen mit Michi und Martin. Eine super Location, Stieglkeller, mit top Aussicht auf „das Salzburger Juwel“. Ein wunderschöner Abend, schöne Gespräche, leckeres Essen, leckeres Bier und geniale Abendstimmungsbilder über Salzburg.
Der Abend super schön, wie immer mit den Beiden. Schöne Erinnerungen geteilt, über Gott und die Welt gesprochen und natürlich über das, was wir zusammen machen werden. Die Beiden haben sich für uns am Donnerstag frei genommen von der Arbeit und Martin P. hat schon eine super Tour ausgearbeitet. Für den Mittwoch, an dem noch eine Probefahrt mit den neuen Kettenblätter auf dem Programm stand, haben sie uns die Panoramastrasse ans Herz gelegt.
Der Mittwoch fing wettermäßig nicht so gut an, aber ab 11 Uhr wurde es immer besser und so machten wir uns dann auf dem Weg. Gute 63 Km und 1300 Hm kommen da zusammen. Die Straße hat ihrem Spitznamen aber alle Ehren gemacht. Jeden Meter haben wir genossen. Martin ist mit der neuen Übersetzung locker die Berge raufgeklettert und hat trotz eines kleineren Gangs bei Kette Rechts seinen Geschwindigkeitsrekord in diesem Jahr auf gute 86 Km/h gebracht 😅
Am Abend haben wir alles schon vorbereitet für den nächsten Tag: MTB‘s geprüft, Radkleidung und Schuhe bereit gelegt, Frühstück geschnippelt und dann ab in die Heier. Wir wollen schon um 06 Uhr 45 bei Martin vor der Tür stehen, um dann gemeinsam eine Tour zu fahren.

Direkt vor der Haustür bei Martin ging es los, ein paar Kilometer einradeln zum Treffpunkt mit Michi. Da haben wir kurz beobachtet wie das österreichische Handwerk raucht 🌫 Eine knappe Viertelstunde haben wir auf Michi gewartet und in der Zeit kam ein Handwerker nach dem anderen, um sich Nachschub am dort platzierten Zigarettenautomaten zu besorgen. Nach dieser Beobachtung ging es aber sofort weiter. Erstmal in Richtung Deutschland 🇩🇪

Die Befürchtung, dass wir nicht trocken bleiben würden, bestätigte sich dann kurze Zeit später. Eine kleine Pause bei der Strassenmeisterei, die „Mann“ sinnvoll zum pinkeln nutzen kann und weiter geht es, ab da nur noch Traumwetter, Traumlandschaften , Traumtrails…
Die Schönheit der Tour war atemberaubend, vor allem als wir den letzten Anstieg im Angriff genommen hatten der uns zur Almhütte führte. Erst einige Kilometer über Straße und dann in den Wald hinein, wo es dann so steil war, dass wir alle unsere Räder geschoben haben 🧐

An der Almhütte angekommen, haben wir uns erstmal gestärkt und Flüssigkeit nachgetankt.
Nach der Stärkung wieder weiter, so wie am Vormittag eine Aneinanderreihung von Traumlandschaften und Traumtrails. Dazu schöne Erklärungen von unserem Superguide Martin.
Wir haben es sehr genossen, die Landschaft kennen zu lernen und zu sehen, wie Michi und Martin auch ihre Heimat lieben 🥰 Da zu leben, wo andere Urlaub machen, ist schon schön. Wobei die beiden uns erzählen, dass leider nur die wenigsten Salzburger es auf diese Art genießen, wie sie es tun. Aber wieviele Dortmunder kennen das Nahmertal, Nimmertal oder Stephanoplertal? Die nahe Heimat bleibt oft für viele verborgen. Da hilft vielleicht Corona ein wenig, die eigene Region besser kennenzulernen und dadurch auch mit andere Augen zu sehen, da man den Rest der Welt aktuell nicht so bereisen kann. „Geht raus, Leute, und wenn die große Freiheit wieder kommt, braucht man vielleicht gar nicht mehr soweit weg. Dann kann man sogar #dranbleiben“ (Zitat: Michael Petry)

Nachdem Sigrid die Spezialität vom Campingplatz, das Backhendl, genossen hatte und Martin erst eine Portion Buletten und anschließend noch eine Portion Kassnocken verschlungen hatte, tauchte dann unser Strohmann auf. Die Verbindung zum Campingplatz in Salzburg-Aigen, Frühwirt Gerd. Vor 3 Jahren haben wir zusammen mit Michi, Martin und Gerd den Untersberg bewandert und im Anschluss noch ein paar Bierchen getrunken. Das haben wir an diesem Abend fortgesetzt und ein sehr nettes Stündchen mit ihm verbracht.😀






























Liebe Sigrid, lieber Martin! Ich denke Euer Bericht war das Bewerbungsschreiben für einen Führungsposten in der Firma „Salzburg Land Tourismus“, der dortige Chef ist Leo Bauernberger. Er ist Tourismuspapst in Salzburg. Die Firma vermarktet das Salzburger Land touristisch sehr stilvoll. Ihr hättet die übrigen 100 anderen Bewerber hinter Euch gelassen. Besser kann man das kleine Paradies nicht darstellen und beschreiben. Es war uns eine Ehre Euch in diesem besonderen Jahr ein paar Stunden begleiten zu dürfen. Sehr sehr schön!!
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Dankeschön lieber Martin, wir sind mit dir noch nicht fertig 😜 Wir kommen wieder ☺️
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