La Mediterranée III

St.-Marie-
de-la-Mer

Vor einigen Wochen gab es noch mehrere, diesmal nur eine, vielleicht sind beim Stierkampf in der Camargue einfach mehrere notwendig, wir wissen es nicht 😇

Starke Winde, und nicht nur in der Gerda, treiben uns zum Mittelmeer 🤭

Eine rechte kurze Fahrt und schon waren wir da. Schnell angemeldet und dann zum zugewiesenen Platz. Durch enge Gassen sind wir hingefahren und als eingespieltes Team bekamen wir bewundernde Blicke vom betagten Nachbarn. Er unterstrich diese mit „Daumen hoch“. Da sind wir vor Stolz die nächsten Tage kerzengerade über den Platz gegangen.

Allerdings bekam der ältere Herr von uns auch bewundernde Blicke. Seine Frau ging an zwei Unterarmgehstützen und konnte, außer damit gehen, nur noch delegieren. Das bedeutete, der Mann versorgte den ganzen Haushalt und kutschierte seiner Frau mit dem Auto von A nach B und wieder zurück. Trotzdem war er jeden Tag noch einige Stunden auf dem Wasser mit seinem Surfbrett 😮

Die unterschiedlichen Bretter und die mindestens 5 Segel, die er dabei hatte, wurden täglich benutzt und sorgfältig gepflegt 💪🏻

Am Nachmittag sind wir dann zu Fuß einkaufen gegangen und haben uns auf dem Rückweg am Boulevard in eine kleine Kneipe gesetzt. Ein richtig uriges Ding, wo der Wirt mit langen grauen Haaren neben dem Bier de Pression auch selbst die Schallplatten noch auflegte.

Die nächsten Tage war die Sonne zwar da, aber auch immer ein sehr starker Wind. Da war mit Fahrradfahren nichts. Wir haben uns deshalb – ähnlich wie am Keutschacher See – um die Körperpflege gekümmert. Sigrid ist zum Frisör gegangen und Martin, der das nicht braucht, zum HNO.

Die erfolgreichere war Sigrid. Frisch geglättet und Freude strahlend kam sie wieder, wobei Martin wohl im Leben des normalen Menschen angekommen war. Der erste freie Termin wäre im Dezember. Sowas kannte er bis dahin noch gar nicht. Er hatte aber eine Adresse mitbekommen von einer Ärztin in Amélie-les-Bains, knapp 50 Kilometer entfernt.

Da sind wir dann am nächsten Tag hin. Auf der Fahrt haben wir per Zufall noch eine Praxis gesehen, kurz angehalten, gewartet: kein Termin, im Dezember können wir einen bekommen und dann mit Termin wieder kommen 🙄

In Amélie-les-Bains angekommen, stellten wir fest, dass Markt war. Das erschwert natürlich die Parkplatzsuche. Da die Ärztin so lieb war, Martin um 13 Uhr einen Termin zu geben, machte der Markt das Warten aber deutlich angenehmer.

Mit sauberen Ohren konnten wir dann am Nachmittag zurückfahren. 😇

WER BILLIG KAUFT, KAUFT DOPPELT!!

Das ist oft ein Nachteil. Manchmal aber auch von Vorteil, weil es die billigen Dinge überall gibt.

Ein Satz Bremsbeläge zu bekommen für die Marke die Martin fährt, ist nicht so einfach. Den ersten Versuch machten wir in der Schweiz 🇨🇭ohne Erfolg.

Der zweite Versuch in Agde war auch nicht von Erfolg gekrönt 😏

Der dritte Versuch jetzt in Canet-en-Roussillon. Laut Hope-Homepage sollte es auch da einen Händler geben. Wir sind trotz mulmigem Gefühl – der Internetauftritt wirkte nicht sehr überzeugend – mit den MTB’s in den Nachbarort gefahren.

Draußen …

Vor Ort trafen wir einen gebeugten Mann, der Kartons schleppte. Er fragte sehr freundlich, wie er helfen kann. Da haben wir ihm erzählt, was wir brauchen und er meinte, wir sollen mit in das Geschäft kommen.

HOPELESS

Nach 20 Minuten findet er tatsächlich den Karton mit Hope-Bremsbelägen 😁😁 Mit dem Karton sind wir dann zum Fahrrad und haben alle Beläge geprüft. Letztendlich war der richtige Satz leider nicht dabei. Dabei haben wir aber einen netten Menschen kennengelernt, der selber sehr enttäuscht war, dass er uns doch nicht helfen konnte 😌

NEVER GIVE UP HOPE…

In Perpignan gibt es Veloland, ein riesiges Geschäft und auch Hopedealer. Wir hin und…

Full of Hope 😀

Die passenden Bremsbeläge gekauft, und aus reiner Freude haben wir uns noch eingedeckt mit Winterklamotten…

Ab nach Hause und abends noch frischen Fisch im Restaurant gegessen.

Jetzt sind wir wieder bereit für die Pyrenäen 😀

2 Kommentare zu „La Mediterranée III

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