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Neben unserer durchaus erfolgreichen Mäusejagd haben wir uns seit Oktober immer mehr aufs Laufen fokussiert. Wir beiden werden durch unsere Garmin-Forerunner-Uhren und durch die Garmin-Connect-App immer wieder animiert an Challenges teilzunehmen. Und Martin hat schon in Frankreich festgestellt, dass er neben vielen MTB-Kilometern und ganz vielen Rennrad-Kilometern auch 150 Lauf-Kilometer zusammen kriegen könnte.

In unserer letzten Station in Frankreich – Bagnère-de-Bigorre – hat er angefangen. Regentage nutzte er gerne, um aus der Gerda mal kurz zu flüchten und seinem Bewegungsdrang nachzugehen 😇 Ein kurzes Läufchen tut ihm dann gut und am nächsten Tag willigte er sogar ein, mal einen gemeinsamen Lauf zu machen. Das hat es in unserer gemeinsamen Zeit erst ein Mal gegeben, und zwar als Geburtstagsgeschenk für Sigrid in 2019 😁

Nach den 2 Läufen in Frankreich wurde auch nach dem Umzug in Hildfeld weiter gelaufen. Die Strecke wurde von 5 bis auf 11 Kilometer ausgebaut und wir beiden haben wieder richtig Spaß daran gefunden. Obwohl wir erstmal wieder jeder für sich gelaufen sind. Sogar das Querfeldein-Laufen durch Wald und Wiese hat Martin gepackt.

In 2019 haben wir Martins Mutter bei einem unserer Besuche bei ihr erzählt, was wir in 2020 machen, und obwohl sie sich natürlich für uns sehr freute, war sie etwas geknickt, dass wir dann ihren 80. Geburtstag nicht mitfeiern können. Da hat das allgegenwärtige Thema COVID-19 die ganzen Planungen durcheinander geworfen. Und getreu unserem Leitsatz: „Kein Plan ist auch ein Plan“ haben wir uns kurzerhand entschieden, wir fahren jetzt hin.

Aus Erfahrung etwas gescheiter geworden, haben wir uns vorher noch mal vergewissert, ob es bei José auch passen würde. Die hat sich natürlich ein Bein abgefreut und es gab von ihrer Seite Null Bedenken!

Diesmal wollen wir aber nicht bei ihr übernachten. Einen Blockwart gibt es überall und wir wollen keinen Menschen in Probleme bringen 😇 Nach ein wenig im Netz surfen, haben wir eine kleine Wohnung bei AirBnB gefunden. Auf einem Schafshof hat der Besitzer Luc einen alten Schafstall zur Wohnung umgebaut. Als wir vorsichtig anfragen, ob er zur Zeit auch vermietet, kommt die entspannte Antwort: „Wieso nicht?“

Die Nachbarn …

Samstag nach einem gemütlichen Frühstück, sind wir dann entspannt nach St-Gilles gefahren, diesmal nicht in Frankreich, sondern im flämischen Waesland. Nach guten 3 Stunden sind wir knapp südlich von Antwerpen mitten in der Polderlandschaft. Ein idyllisch gelegener Bauernhof.

Der Besitzer Luc stand schon auf dem Hof und hieß uns herzlich willkommen. Er zeigte uns unsere Wohnung und mit dem Hinweis, auf dem Tisch stehe ein Welkomspuddinkje, ging er wieder zurück zu seiner Herde 😀

Routiniert vom Campen waren wir super schnell installiert und fanden noch Zeit, um im Ort einzukaufen.

Flämischer Vollmond 🌕

Nach einem gemütlichen Abend am Kamin sind wir am nächsten Morgen früh aufgestanden. Da am Nachmittag Martins beiden Schwestern Liesbeth und Diana mit ihren Männern zu José kommen, haben wir die Frühschicht übernommen. Auf dem Weg kaufen wir noch die letzten frischen Zutaten ein, um ein reichhaltiges Frühstück mit dem 80-jährigen Geburtstagskind zu genießen.

Zu dritt haben wir einen wunderschönen Vormittag genossen. Wie vorher schon erwähnt, war es für José ein Wermutstropfen, dass wir durch unser Sabbatical nicht zu ihrem Geburtstag kommen konnten. Stattdessen haben wir sie im Mai länger besucht und waren Anfang November zum Quarantänebesuch. Jetzt waren wir überraschenderweise auch zu ihrem 80. da…

18 oder 80…

Allerdings ist uns mehrfach aufgefallen, dass die neue Generation Hörgeräte vor allem auf Smartphones abgestimmt sind. Gespräche sind immer noch etwas mühseliger, aber die WhatsApp-Signale werden sofort gehört 😂

Nach dem leckeren Frühstück noch einen schönen Spaziergang gemacht und richtig schön gequasselt. Danach haben wir noch einen Geburtstagskaffee geschlürft ☕️ und dann gönnen wir José noch ein Päuschen, bevor die nächsten Gäste kommen.

Am Montag stand „de Ronde van Vlaanderen“ auf dem Programm. 2016 ist Martin zusammen mit Roody die komplette Strecke gefahren. Jetzt wollten wir eine Teilstrecke fahren: eine niederländische Radplattform hatte alle „Hellingen“ zusammen gelegt in eine 130 Kilometer Ronde 😇 Das wird an den kurzen Tagen im Dezember gut zu schaffen sein.

Früh aufgestanden, gefrühstückt und fertig angezogen, saßen wir um 7 Uhr schon im Bus auf dem Weg zum Start und Ziel in Oudenaarde. Die Temperatur um den Gefrierpunkt und es sah nicht so aus, als ob es trocken bleiben würde. In Oudenaarde haben wir einen guten Parkplatz gefunden und warm eingepackt fuhren wir los.

Es wurde langsam etwas heller, aber kalt war es auf jedem Fall 🥶 Die Kälte fuhr sich bei den ersten Anstiegen aber rasch heraus, und die Kopfsteinpflasterstrecken verlangen bei leichtem Nieselregen soviel Konzentration, dass man über nichts anderes nachdenken kann. Eine meditative Beschäftigung.

Nach 63 Kilometer standen wir oben auf „de muur van Geraardsbergen“. Der Regen hörte nicht wirklich auf und die Straßen waren ziemlich glatt. Deshalb haben wir uns entschieden, den kürzesten Weg zurück nach Oudenaarde zu nehmen.

De muur van Geraardsbergen

30 Kilometer zurück, stoempen en doorkachelen, nicht mehr links und rechts schauen nur noch zurück. Das klappte auch wunderbar bis wir kurz vor dem Ziel auf die Bundesstraße fuhren. Die Gendarmerie setzte sofort die Verfolgung ein, motorisiert wie sie waren, hatten wir natürlich keine Chance. Zum Glück haben sie uns nur freundlich darauf hingewiesen, dass wir da nicht fahren durften. Wir sind sofort umgedreht und haben die letzten Kilometer dann ordnungsgemäß zurückgelegt.

Wieder beim Bus angekommen erstmal ein paar Schnittchen mit Pindakaas verspeist und dann wieder zurück nach St. Gilles.

Schön warm geduscht und frisch in den Klamotten ist Martin nochmal kurz einkaufen gefahren. Schließlich steht uns am nächsten Tag noch ein großes Ereignis bevor 😀😘

Also nur noch einmal schlafen und dann…

≠dranbleiben≠nurnocheinmalschlafen≠laufduo

2 Kommentare zu „#dranbleiben#laufbursche#fraukebewunder-ung

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