Wir sind dann mal wieder weg…

Ab der zweiten Packung hilft es doch …

Sieben Wochen waren wir in Hildfeld und haben wieder eine Menge erlebt. Angefangen mit der Abschlussfeier im Hildfelder Stübchen ging es weiter mit Freunden und Familie treffen, viele Radkilometer, Wanderungen und auch #dranbleiben viele Laufkilometer haben wir absolviert. Wir haben im alten Schafstall gewohnt, kinderkopjes kennengelernt 😀 wir haben den Winter im Sauerland gesehen und für noch mehr Komfort haben die lieben Vermieter uns einen zusätzlichen Heizkörper eingebaut und noch eine Waschmaschine installiert 😇

Trotzdem treibt es uns weiter und wir suchen wieder das Weite 😎

Unser Ziel 😎

Pünktlich vor der Abfahrt können wir bei OBI noch unsere bestellte Ware abholen und finden dann sogar noch einen passenden Christbaum.

Schön geschmückt, unser neuer Begleiter …

Wir haben in Ruhe die Gerda und Bussi wieder bepackt und haben uns überlegt, früh los zu fahren, damit wir am heutigen Sonntag schon richtig weit kommen. Aber wie immer kommt es anders, wenn man denkt. Wir haben seit Wochen beobachtet, wie Hildfeld immer wieder in eine Nebelwolke gehüllt war und egal, in welche Richtung wir uns bewegt haben, war nach 5 Kilometern der Himmel frei. So aber nicht am Abreisetag. Da fing der Nebel erst bei Winterberg an und wir fuhren die erste Stunde in dunklem Nebel. Wir fühlten uns Hermann Hesse sehr verbunden. Aber die Zweisamkeit lässt auch diesmal keine Einsamkeit entstehen 😉

Die Fahrt führt uns diesmal über Frankfurt bis nach Freiburg. Somit konnten wir direkt nach Frankreich rüber fahren ohne erst die Grenze nach Luxemburg oder die Niederlande und Belgien zu überqueren. Wie wir auf unserer Rückreise schon festgestellt haben, auch diesmal keine Grenzkontrollen. Daher kamen wir echt gut voran und im bekannten Gebiet in Frankreich haben wir uns dann an einer Raststätte ein Plätzchen für die Nacht ergattern können.

Alles ordnungsgemäss abgestellt und eingerichtet, haben wir uns an der Raststätte ein Abendessen besorgt und sind im Anschluss müde, aber sehr zufrieden früh zu Bett gegangen, um eine wohlverdiente Nachtruhe zu genießen 😇 Wie immer schnurrt Martin wenige Sekunden, nachdem sein Kopf die Matratze berührt hat. Den Zustand, in dem er sich dann befindet, nennt man auch schon mal gerne scheintot. Die Sekunden, die er braucht, um einzuschlafen, muss man dann fast verzehnfachen, um ihn von dem Scheintot auferstehen zu lassen. Das war der Fall, als Sigrid aus ihrem leichten Schlummern durch festes Klopfen auf die Tür und die Scheiben aufgeweckt wurde.

Als sie ihn dann geweckt hatte, hat er sich schlaftrunken angezogen und stellte fest, dass die Gendarmerie draußen vor der Tür steht. Die ersten Gedanken blitzen auf: wir werden verscheucht oder bekommen wegen illegaler Einreise ein Bußgeld… Aber nichts dergleichen traf zu. Nachdem wir erklärten, hier für die Nacht stehen bleiben zu wollen, wiesen sie uns darauf hin, dass es nicht ungefährlich wäre und wir unbedingt die Wertgegenstände und Dokumente aus dem Bus 🚎 in die Gerda bringen sollten. Da waren wir denen aber doch zuvorgekommen. Wir hatten alles schon in relativer Sicherheit bei uns 😇 Trotzdem waren wir erleichtert und haben uns bei den Gendarmen höflich für ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge bedankt. Die Gendarmerie – unser Freund und Helfer 😁

Sonst gab es aber keine besonderen Vorkommnisse, so dass wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück wieder losziehen konnten.

So war die grobe Planung 😀

Schön getuckert kamen wir am späten Nachmittag kurz hinter Valencia auf dem Campingplatz an und haben ein schönes Plätzchen gefunden. Leider ist uns da beim Einrangieren der Gerda ein Mülleimer gegen den Bus gesprungen. Da er nicht sehr gesprächig war und wenn, dann nur spanisch redete, haben wir nicht herausgefunden, wieso oder weshalb es passieren konnte. Natürlich sind wir seitdem noch vor- und umsichtiger. Letztendlich möchte man auch keinen Mülleimer umbringen.

Der Campingplatz war direkt an einem Naturschutzgebiet gelegen und der erste Sonnenuntergang war schon phänomenal.

Der Name Parc Natural d‘Albufera brachte Erinnerungen hoch bei Martin an 2014. In dem Jahr gab es ein spontanes Trainingslager auf Mallorca mit Roody, wo die Anfänge der Brüderlichkeit gelegt wurden.

Nach 2 langen Tagen im Auto war erstmal Ankommen angesagt. Der Körper ist zwar vor Ort, aber die Seele hechelt noch ein wenig hinterher. Daher haben wir einen entspannten Tag eingelegt mit ein wenig einkaufen und relaxen. Die wichtigste Aufgabe war aber, noch kurz vor Deadline eine Videoproduktion fertig zu stellen. Ulla und Günter sind im Dezember 30 Jahre verheiratet und wenn jetzt schon nicht groß gefeiert werden kann, haben sich die Kinder die schöne Idee einfallen lassen, alle Freunde sollen doch per Videobotschaft einen Glückwunsch schicken.

Sigrid hatte Martin daraufhin sofort die Verantwortung übertragen, mit seiner Phantasie und seinen Ideen ein Drehbuch zu erstellen. Die Challenge hat er gerne angenommen und schon während des Shoppens in Winterberg waren ihm Einfälle gekommen. Es ist sicherlich auch nicht überraschend, dass es im Getränkemarkt war 😇

Nach einigen Wochen Reifenlassen war es jetzt aber allerhöchste Eisenbahn. Deadline war nämlich heute, am 22. Dezember. Sigrid war zuständig für die Requisiten und Martin filmte und sprach eine kleine Geschichte ein. Hoffentlich haben die beiden und die Kinder genauso viel Spaß gehabt beim Schauen wie wir beim Filmen 😂

SiMa Mountainspirit Videoproduktion ®️

Am 23. Dezember, dem traditionellen Sommerseite-Grünkohl-Feiertag haben wir außer einen #dranbleiben#Lauf auch noch einen regenerativen Tag eingelegt. Sigrid war topmotiviert, mal wieder ein Läufchen zu machen, Martin ist eher aus Solidarität mitgekommen. Aus Nullbock entwickelte sich dann ein 16 Kilometer Lauf, wobei auf den letzten beiden Kilometern noch eine Temposteigerung eingelegt wurde nach einer kurzen Pipipause von Sigrid.

Und schon ist Heiligabend 😀 Wir haben uns entschieden, eine erste Vuelta zu machen mit den Rennrädern. Eine schöne Flachetappe, um die nähere Umgebung kennen zu lernen.

Vuelta

Die ersten Eindrücke vom Meer eingefangen und Plantagen gesehen: Mandarinen, Apfelsinen und Kakis.

Der komische Kopf von Martin hatte da wieder mal einen Einfall, den sogar Sigrid nicht verstanden hat 😉

Kak(k)i

Als der Groschen bei ihr endlich gefallen war, konnte sie aber herzhaft lachen 😂

Als wir dann wieder zurück von unserer Tour kamen, war eine große Überraschung da…

Wir hatten ja beide so gar nicht damit gerechnet, dass das Christkind uns auf unserer Reise findet. Da war natürlich unsere Freude groß. Erstmal gut gegessen und dann ging es an die Geschenke.

Für Sigrid hatte das Christkind mal wieder an eine Aufstockung ihrer Sportkleidung gedacht und der Martin bekam neben neuen Unterhemden sein zweites Tour de France Buch.

Am ersten Weihnachtstag sind wir wieder auf die Räder gestiegen und haben schon mal den ersten Hügel erklommen. Die Gegend ist wunderschön, zum Teil auch sehr grün. Die Temperaturen sind noch ein wenig frisch, aber der Himmel schön blau.

Der Campingplatz ist jetzt über Weihnachten ziemlich voll und im Nachhinein wundern wir uns nicht darüber, dass aktuell in Spanien die dritte COVID-19-Welle ausgebrochen ist. Im Gegensatz zu unserem Empfinden, dass in Deutschland Weihnachten eher Stress bringt bei vielen Menschen und viele Lieder eher düstere Melodien haben, ist es hier in Spanien ein richtig fröhliches Fest. Wir freuen uns, es hier miterleben zu können, wobei natürlich die Umstände, draußen und bei schönem Wetter zu feiern, zur Heiterkeit beitragen 😀

Für die Follower in den Niederlanden: „de avondklok“ herrscht hier schon länger und schafft offenbar keine Probleme. Interessant finden wir auch, dass die Berichterstattung über Spanien in den deutschen Medien schon abweicht von dem, was wir hier hören und sehen. Auch die Informationen vom Auswärtigem Amt passen nicht so ganz mit den Vorschriften und Bestimmungen, die wir so feststellen 🤔

Das wunderschöne Wetter am zweiten Weihnachtstag haben wir natürlich genutzt und genossen mit – wen wird es wundern – Rennrad fahren. Nach dem Hügel vom Vortag war heute das Alpe d‘Huez der Region angesagt. Eine total flache Anfahrt von knapp 40 Kilometern führte uns zu dem Port de Barx, natürlich deutlich niedriger aber dafür mit ganz schön vielen Haarnadelkurven kam schon die Erinnerung an die Alpen auf.

Die Rückfahrt legten wir über den gleichen Weg und mittels Rückenwind im hohen Tempo zurück. Im vorletzten Ort bei einer Bäckerei angehalten und riesige Chocomuffins gegessen.

Am Folgetag haben wir eine Strandwanderung gemacht und vom Wind den Kopf schön durchpusten lassen. Obwohl die Luftlinie zwischen Campingplatz und Meer nur 100 Meter betragen, brauchen wir fast 3 Kilometer, um zum Strand zu gelangen. Der Weg führt uns durch ein Waldgebiet und teilweise sumpfige Abschnitte lassen nicht zu, dass wir abkürzten.

Obwohl wir sehr gerne Markus und Sabine in Tarifa treffen würden, die bis Anfang Januar da Urlaub machen, entscheiden wir uns dafür, unseren Sabbaticalrythmus wieder aufzunehmen und in kurzen Etappen weiter in Richtung Portugal zu reisen.

Am letzten Abend bekamen wir dann noch ein Geschenk vom Himmel.

Ein Kommentar zu “Wir sind dann mal wieder weg…

  1. Al even snel doorgelezen…. vooral weggedroomd bij de mooie plaatjes

    Geniet heerlijk verder lieve allebei

    Juke en wij gaan in de sneeuw dollen

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